Die Demokratie kommt sehr gut weg, aber …

Plakolm fordert Schulfach „Politische Bildung“

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Republik kommt ein erfreulicher Befund: Laut einer SORA-Umfrage bejahen nämlich 87 Prozent der Österreicher die Aussage. „Demokratie ist die beste Staatsform, auch wenn sie Probleme mit sich bringen mag.“ Wobei der Anlass für das Institut, einen Demokratie-Monitor durchzuführen, gar nicht so erfreulich war: Bei einer SORA-Umfrage vor einem Jahr hatten nämlich 43 Prozent der Interviewten der Aussage zugestimmt, Österreich sollte von einem „starken Mann regiert werden“.

Ganz ausgeräumt werden freilich die Sorgen um die Demokratie auch diesmal nicht. Zwar würden nur vier Prozent der Österreicher eine echte Diktatur befürworten, aber für 34 Prozent wäre die Einschränkung demokratischer Rechte aber kein Tabu. Besonders anfällig für autoritäre Demokratievorstellungen sind Menschen mit Zukunftsängsten.

Einen deutlichen Demokratisierungsschub gibt es im Generationenvergleich: Sagen von heute über 63-Jährigen 28 Prozent, dass sie in ihrer Schulzeit „zumindest gelegentlich in der Schule mitbestimmen konnten“, so liegt dieser Anteil nun bei 65 Prozent. Aber: 52 Prozent der heute 16- bis 26-Jährigen sagen, sie hätten „zu wenig gelernt, welche Rechte BürgerInnen haben“und „wie man politische Debatten führt“, 44 Prozent meinten, sie wüssten zu wenig darüber, „wie man sich beteiligen kann“. Fazit für JVP-Landesobfrau Claudia Plakolm: Politische Bildung müsse Unterrichtsfach werden.

"Demokratie Monitor" findet "Warnsignale" - SPERRFRIST 19:00