„Die Drohnen sind Teil einer modernen Polizei“

Nehammer startet Test zur Grenzüberwachung

„Die Drohnen werden in Zukunft eine wesentliche Verstärkung für die Polizei sein. Derzeit befinden sich rund 120.000 Migranten an der EU-Außengrenze und entlang der Westbalkanroute. Wir haben daher ein dreistufiges Sicherheitsnetz — die EU-Außengrenze, die Staaten des Westbalkans und die österreichische Grenze — initiiert, um bestmöglich auf eine erneute Flüchtlingswelle vorbereitet zu sein“, sagte Innenminister Karl Nehammer am Mittwoch am Rande einer Demonstration von Drohneneinsätzen am burgenländisch-ungarischen Grenzübergang Nickelsdorf.

Wie berichtet, startet mit Ende August ein bis Jahresende dauerndes Pilotprojekt zum Einsatz von Drohnen bei der Grenzüberwachung zu Ungarn und der Slowakei. „Drohnen sind Teil einer modernen Polizei im 21. Jahrhundert. Wir haben auch schon Erfahrungen mit Drohnen beim Griechenland-Einsatz des Cobra-Kontingents gemacht.

Mit Drohnen kann der Personaleinsatz im unmittelbaren Grenzbereich effizienter gestaltet werden. Sie sind ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität“, so der Minister. Derzeit seien mehr als 40 Drohnen und 90 Operatoren im Einsatz und werden ausgebildet. Die Drohnen sollen die 1300 Polizisten und Soldaten, die zur Grenzsicherung und Grenzüberwachung eingesetzt werden, unterstützen.

Die Drohnen lieferten trotz starken Windes auf einer Entfernung von über 1000 Metern relativ stabile Bilder. Bei der Übung kamen verschiedene Drohnenmodelle zum Einsatz. Im Schnitt kann nach Angaben der Einsatzkräfte eine Drohen 45 bis 50 Minuten in der Luft bleiben. Der Akku-Wechsel dauert weniger als eine Minute.

„Die aus dem Testbetrieb gewonnenen Erfahrungen sollen die Grundlagen für weitere organisatorische, personelle sowie technische Vorkehrungen für den Einsatz von Drohnen im Grenzraum zur Bekämpfung von Schlepperei und illegaler Migration schaffen“, resümierte Innenminister Nehammer.

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