Die Einsamkeit nahm durch die Corona-Pandemie rasant zu

Jeder zweite Oberösterreicher betroffen, vor allem die 16- bis 34-Jährigen

Depression

„Jeder zweite Oberösterreicher unabhängig vom Alter oder Geschlecht hat den Eindruck, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die eigene psychische Gesundheit ausgewirkt hat“, sagte pro-mente-OÖ-Vorstandsvorsitzender Primar Kurosch Yazdi am Donnerstag in einem Pressegespräch in Linz. Das geht aus einer aktuellen IMAS-Umfrage hervor.

„Wer schon davor etwa ein Suchtproblem hatte, wurde leichter rückfällig, vor allem jene, die keinen familiären Rückhalt haben“, sieht Yazdi in seinem Alltag.

Allerdings gibt es auch ein Drittel, das keine Auswirkungen auf die eigene psychische Gesundheit ortet.

Brandbeschleuniger

„Als größte psychische Probleme werden die Einsamkeit, soziale Isolation bzw. fehlende soziale Kontakte genannt. Vereinsamung war schon zuvor ein gesellschaftliches Thema, die Corona-Pandemie wirkte jetzt noch einmal wie ein Brandbeschleuniger“, sagt Monika Czamler, Präsidentin von pro mente OÖ.

„In der gestützten Abfrage werden am ehesten finanzielle Einbußen, familiäre Konflikte, häusliche Quarantäne, Corona-Erkrankung im Haushalt bzw. in der Familie, Kinder, die nicht in die Schule gehen konnten und beengte Wohnverhältnisse als eigene Probleme bezeichnet“, sagt IMAS-Resarch-Director Paul Eiselsberg.

„Acht von zehn Befragten wünschen sich mehr direkten Kontakt, vor allem die 16- bis 34-Jährigen fühlen sich besonders einsam, junge Frauen sehen sich besonders psychisch gefordert. Langeweile, Lustlosigkeit, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Bedrücktheit und Gereiztheit sind die häufigsten Symptome.

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