„Die einzige Farbe im Jagdverband ist das jagdliche Grün“

Sepp Brandmayr hört heuer nach zwölf Jahren als Landesjägermeister auf — Sein Nachfolger wird am 23. April gekürt

Sepp Brandmayr kandidiert nach zwölf Jahren an der Spitze des Landesjagdverbands nicht mehr. © Landesjagdverband

Von Heinz Wernitznig

LINZ — „Zwölf Jahre an der Spitze des Landesjagdverbandes sind eine schöne Zeit“ sagt Sepp Brandmayr, der für keine weitere Periode mehr kandidieren wird, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Er habe ursprünglich noch bis zu seinem 70er in zwei Jahren weitermachen wollen, sei aber dann über Weihnachten zur Entscheidung gelangt, heuer den Weg für einen Nachfolger freizumachen.

Kritik aus den eigenen Reihen, er agiere zu ÖVP-nahe, habe dabei keine Rolle gespielt. „Ich habe in der Jagd nie Parteipolitik gemacht. Die einzige Farbe im Landesjagdverband ist das jagdliche Grün“, betont der ehemalige ÖVP-Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Manning im Bezirk Vöcklabruck.

Will Nachfolger nicht dreinreden

Den Favoriten für seine Nachfolge, Herbert Sieghartsleitner, Bezirksjägermeister von Kirchdorf, bezeichnete Brandmayr als „Freund, der seine Qualitäten hat“. Termin für die Neuwahl ist der 23. April, der neue Landesjägermeister wird von 35 Personen gewählt. „Ich gehe nicht im Frust und hoffe, dass ich wichtige Beiträge im Sinne der Jagd leisten konnte“, sagt der Weidmann, der künftig mehr Zeit für seine große Leidenschaft haben wird. Er werde es so wie auf seinem Bauernhof halten und seinem Nachfolger nicht dreinreden, sondern sich nur dann äußern, wenn er um Rat gefragt werde.

Für die Zukunft wünscht sich Brandmayr eine geschlossene Jägerschaft unter dem Motto „Einigkeit macht stark“, die ein gutes Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern und den anderen Partnern im Jagdwesen pflege. Generell müsste sich die Jägerschaft an die Veränderungen in der Gesellschaft anpassen.

Mit dem Nachwuchs zeigt sich der scheidende Landesjägermeister zufrieden. „Wir bewegen uns in Richtung 19.000 Mitglieder mit einem steigenden Frauenanteil“, so Brandmayr.