Die heimische Tanne ist erneut die Beliebteste

450.000 Christbäume werden in den kommenden Wochen verkauft — Die meisten stammen von oberösterreichischen Bauern

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Agrar-LR Max Hiegelsberger, Ignaz Hofer (Obmann der Christbaumbauern) und LK-Präsident Franz Reisecker. © LK OÖ

LINZ — 450.000 Tannen und Fichten werden in den kommenden Wochen über die Ladentische gehen, um zu Weihnachten in den heimischen Wohnzimmern zu leuchten — die meisten, nämlich 400.000, kommen aus Oberösterreich. Nach wie vor setzen die Landsleute somit auf Regionalität. Die 160 heimischen Christbaumbauern freut’s, stehen sie doch bereits in den Startlöchern. Schon jetzt kann auf vielen Höfen der schönste Baum ausgesucht werden, verrät Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker. Um den 8. Dezember startet dann landesweit der Verkauf auf den Märkten, in Linz geht’s am 11. los.

Das Christkind muss sich heuer in der kürzeren Adventzeit mit dem Kauf besonders beeilen, immerhin fällt der vierte Advent auf den 24. Dezember. Ignaz Hofer, der Obmann der OÖ Christbaumbauern rechnet daher, dass die Tage um den dritten Advent die verkaufsstärksten sind.

10.000 Nadelbäume fällt er jedes Jahr vor Weihnachten. Der Lieblingsbaum der Oberösterreicher ist immer noch die Nordmanntanne. „Bei dieser halten die Nadeln besonders lang“, sagt Moser. „Blaufichten werden meist nur dann gekauft, wenn Tiere oder Kinder nicht drangehen sollen“, schmunzelt er mit dem Verweis auf die stechenden Nadeln.

Der perfekte Baum: Schmal und groß

Der durchschnittliche Baum ist 1,60 Meter groß und schmal, weiß der Profi. Die Dichte sei gar nicht mehr so wichtig, weil in den Zwischenräumen dann wenigstens der Baumschmuck gut Platz habe. Immer beliebter werden allerdings auch große Tannen für Wintergärten oder offene Wohnzimmer. „Solche um die 2 Meter 50 werden heuer sicher wieder knapp“, sagt Hofer.

Ein wesentliches Kriterium für den Baumkauf sind „Haltbarkeit und Frische“, weiß Agrar-LR Max Hiegelsberger. Wer seinen Baum – die heimischen sind an der Herkunftsschleife erkennbar — pfleglich behandelt, der kann ihn auch schon früh kaufen. Wichtig ist, ihn kühl und hell zu lagern, in einen mit Wasser gefüllten Christbaumständer zu stellen und regelmäßig mit einem Wasserzerstäuber zu besprühen.

15 bis 35 Euro kostet heuer ein „Tannenmeter“. Wer einen Euro mehr spendet, der tut Gutes: Damit werden im Rahmen eines „Sei so frei“-Hilfsprojektes in Tansania zwei Bäume gepflanzt.

Infos darüber, wo die Christbaumbauern zu finden sind und wann verkauft wird, gibt’s im Internet auf www. weihnachtsbaum.at oder auf facebook (ooechristbaumbauern).