Die Hitze macht den Senioren besonders zu schaffen

Vorsicht: Wassermangel führt bei älteren Menschen zu Verwirrtheit

Planschen im Wasser macht in jedem Alter Freude. Ältere Personen sollten sich aber besonders gut vor der Hitze schützen.
Planschen im Wasser macht in jedem Alter Freude. Ältere Personen sollten sich aber besonders gut vor der Hitze schützen. © Robert Kneschke - stock.adobe.com

Die sommerliche Hitze kann sehr anstrengend sein. Ältere und pflegebedürftige Menschen sind besonders gefährdet, denn im Alter passt sich der Körper schlechter an die hohen Temperaturen an.

Zudem verspüren ältere Menschen weniger Durst und schwitzen mitunter nicht richtig. Flüssigkeitsmangel und ein überhitzter Körper können aber zu Verwirrung, Fieber und Kreislaufproblemen führen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Mit einfachen Maßnahmen können schwere gesundheitliche Folgen abgewendet werden, weiß der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger Michael Steinmann vom Klinikum Schärding.

Genügend trinken

Vermehrtes Schwitzen und häufiges Wasserlassen, etwa aufgrund von Medikamenten, führen zu Verschiebungen im Wasser-Salz-Haushalt des Körpers. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist daher besonders wichtig. Über den Tag verteilt sollten 1,5 bis 2 Liter zimmerwarmes Wasser oder ungesüßter Tee getrunken werden. Wer eine Karaffe mit Wasser füllt, kann auch überprüfen, ob er genug getrunken hat.

Wohnung kühl halten

Die Wohnung sollte nur in der Nacht oder den frühen Morgenstunden gelüftet werden. Heruntergelassene Rollläden, Jalousien und Vorhänge schützen tagsüber vor eindringender Hitze. Ein feuchtes Tuch im Raum sorgt für Kühlung, ebenso ein Ventilator. Aber Vorsicht: Pflegebedürftige Menschen müssen vor Zugluft geschützt werden. Auch wärmeproduzierende Geräte sollten ausgeschaltet bleiben.

Verhalten anpassen

Während des Tages sollten ältere Menschen in der gekühlten und abgedunkelten Wohnung bleiben. Nur frühmorgens und spätabends wird ein kurzer Aufenthalt im

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Freien empfohlen. Erledigungen, die nicht unbedingt nötig sind, können auf weniger heiße Tage verschoben werden. Kleidung und Bettwäsche aus atmungsaktiven Stoffen unterstützen den Körper bei der Regulierung der Temperatur – Baumwolle und Leinen eignen sich dazu besonders.

Kühlendes Wasser

Wasser ist für den Körper die beste Kühlung. Kurze Fuß- oder Armbäder lassen sich einfach durchführen. Danach nicht abtrocknen, denn das verdunstende Wasser kühlt die Haut. Das Wasser darf nicht unter 25 Grad Celsius kalt sein, sonst reagiert der Körper darauf mit Wärme. Auch nasse Umschläge oder eine kühlende Körperlotion sind hilfreich.

Leichte Kost

Frische Salate und gekochtes Gemüse erleichtern dem Magen die Verdauungsarbeit. Kaffee, zuckerhaltige und alkoholische Getränke sollten vermieden werden, ebenso fette und schwere Speisen.

Pflegebedürftige Personen brauchen besonderen Schutz bei Hitze. Bei Symptomen ärztlichen Rat einholen!

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