Die Jagd soll in Oberösterreich jünger und weiblicher werden

Mit neu gestalteter Ausbildung an den Landwirtschaftlichen Fachschulen soll bäuerlicher Nachwuchs für die Jagd begeistert werden

Autumn hunting season. Woman hunter with a gun.
Autumn hunting season. Woman hunter with a gun. ©

LINZ — 19.400 Jäger gibt es aktuell in Oberösterreich, aber nur zehn Prozent sind weiblich. Die Jagdprüfung wird im Schnitt mit 32 Jahren abgelegt, dementsprechend hoch ist auch der Altersschnitt der Waidmänner. Geht es nach Landesjägermeister Herbert Sighartsleitner soll die Jagd im Land ob der Enns jünger und weiblicher werden. Erste positive Ansätze in diese Richtung seien bereits erkennbar.

Einen weiteren Impuls erwarten sich die Verantwortlichen von der neuen Jungjäger-Ausbildung an neun von 15 Landwirtschaftlichen Fachschulen, die erstmals im Schuljahr 2019/20 greift.

Konkret wird die Ausbildung in Teilmodulen und Teilprüfungen über drei Jahre hinweg erfolgen. Durch die Aufteilung können die Jugendlichen den umfassenden Lernstoff besser bewältigen.

„Wir rechnen mit zu 150 Schülern pro Jahrgang im Freigegenstand Jagd. Davon wird wohl die Hälfte mit der Jagdprüfung abschließen“, erläutert der zuständige Landeserat Max Hiegelsberger. Im Schuljahr 2017/18 sind 41 Schüler zur Prüfung angetreten, 32 haben diese bestanden. Die jungen Hofübernehmer würden mit dieser Zusatzausbildung umfangreiches Wissen erhalten und würden zu fachkundigen Ansprechpartnern für die Jägerschaft.

Paradigmenwechsel beim Schutzstatus für Wölfe

Einen „ersten Schritt in eine gute Richtung“ beim Thema strenger Schutzstatus des Wolfes sehen Hiegelsberger und Sighartsleitner in einem in der vergangenen Woche ergangenen Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Demnach kann der Abschuss eines „Problemwolfes“ unter bestimmten Bedingungen zulässig sein.hw

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