„Die letzten Stunden alles geben!“

Kurz: Nicht auf Meinungsforschung verlassen — Wahlkampf ist im Finale

Rund 300 Sympathisanten und Funktionäre waren beim „Auftakt zur Schlussoffensive“ mit ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz vor der Parteizentrale dabei.
Rund 300 Sympathisanten und Funktionäre waren beim „Auftakt zur Schlussoffensive“ mit ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz vor der Parteizentrale dabei. © AFP/Klamar

Bis in die Abendstunden des 17. Mai 2019 war die Balearen-Insel Ibiza den Österreicherinnen und Österreichern ausschließlich als Urlaubsdestination ein Begriff. Ein vor zwei Jahren auf der Partyinsel gedrehtes Video mit dem damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in der unfreiwilligen und auch politisch untragbaren Hauptrolle hat aus Ibiza den Grund dafür gemacht, warum am Sonntag 6,4 Millionen Wahlberechtigte einen neuen Nationalrat wählen, Strache politisch Geschichte ist und die FPÖ an seiner Hinterlassenschaft würgt.

Ein letztes Mal haben ÖVP, SPÖ, FPÖ, Neos und Grüne am Freitag bei Kundgebungen in Wien ihre Anhängerschaft für diesen Urnengang mobilisiert. Der von Rot-Blau-Jetzt abgewählte Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz etwa tat das beim „Auftakt zur Schlussoffensive“ vor der Parteizentrale in Wien mit einer neuerlichen Warnung vor einer rot-grün-pinken Koalition.

Die drei Parteien seien bei der EU-Wahl zusammen auf 47 Prozent gekommen, erzielten sie jeweils nur einen Prozentpunkt mehr, „dann heißt die nächste Bundeskanzlerin Pamela Rendi-Wagner“. Deshalb, so der Appell von Kurz an seine Unterstützer: „Lehnen wir uns nicht zurück, verlassen wir uns nicht auf die Meinungsforschung“.

Damit der Sonntag für die ÖVP ein „guter Tag wird, müssen wir die letzten 48 Stunden alles geben“, es gelte, die „Stimmung in Stimmen“zu verwandeln, so der ÖVP-Chef an die Adresse die Sympathisanten und Funktionäre.

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