Die Stockerlplätze sind vergeben

ÖVP, SPÖ und FPÖ liegen vorne — Match zwischen Grünen und Jetzt-Liste

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Knapp fünfeinhalb Wochen sind es noch bis zur EU-Wahl — und geht es nach österreichischen Meinungsforschern und Politologen, dann sind die Platzierungen der Parteien „ziemlich aufgelegt“ — wie es Wolfgang Bachmayer (OGM) formuliert. Ebenso wie Peter Filzmaier und Politikberater Thomas Hofer sieht Bachmayer die ÖVP auf Platz 1, „alles andere wäre eine unglaubliche Überraschung“, so der OGM-Chef gegenüber der APA. Vor fünf Jahren war die ÖVP mit Spitzenkandidat Othmar Karas auf fast 27 Prozent gekommen.

Favorit für den zweiten Platz am Stockerl ist nach Einschätzung Bachmayers wieder die SPÖ (2014: 24,09 Prozent). Bei der organisatorischen Aufstellung der SPÖ sieht Hofer Schwächen, etwa was die Nutzung der Sozialen Netzwerke betrifft. Aber auch er glaubt aus derzeitiger Sicht, dass die Partei Platz zwei halten kann.

Die FPÖ profitiere von der „Monopolstellung“, die einzige Partei für das Lager der EU-Skeptiker bis EU-Gegner zu sein, so Bachmayer. Ob die Debatte um die Identitären den Freiheitlichen schadet oder vielleicht sogar eine Mobilisierung bringt, könne er noch nicht einschätzen. Aus Sicht Hofers könnte die „Causa Identitäre“ einen Rückschlag für die Mobilisierung im freiheitlichen Lager bedeuten. 2014 erreichten die Blauen 19,72 Prozent.

Auf dem vierten Platz sieht Bachmayer derzeit die Neos, „knapp gefolgt“ von den Grünen, „die wahrscheinlich mit der EU-Wahl ein für sie dringend notwendiges Lebenszeichen von sich geben werden“. Auch Hofer prophezeit den Neos ein „respektables Abschneiden“, wenn auch „keine dramatischen Zuwächse“. Die Grünen hatten 2014 mit Ulrike Lunacek 14,52 Prozent geschafft, die Neos 8,14.

Für den Einzug der Grünen würde Bachmayer zwar „nicht die Hand ins Feuer legen“. Denn es sei nicht gänzlich auszuschließen, dass das Jetzt-Bündnis „Europa 1“ zwar knapp scheitert, aber doch so viele Stimmen aus dem Grünen Lager holt, dass es sich auch für diese nicht ausgeht. Hofer beurteilt die Chancen der Grünen auf einen „soliden Einzug“ dagegen als „sehr gut“.

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