Die Toten Hosen feierten mit 35.000 Fans in Wien

Campino und Co. mit viel Energie durch die Bandgeschichte © APA/TOBIAS STEINMAURER

40 Jahre stehen Die Toten Hosen auf der Bühne, am Samstag hat die Band im Rahmen ihrer Jubiläumstour zum 34. Mal in Wien gespielt. Vom ersten Auftritt 1984 im U4 bis zum Ernst-Happel-Stadion 2022 war es ein langer, wilder Ritt. Enttäuscht haben die Düsseldorfer ihre Fans dabei nie, auch gestern zogen sie eine große Show ab. Der Abend wurde zu einer ausgelassenen Party mit mehr als 35.000 begeisterten Fans.

Die Toten Hosen brachten ihre bewährten Gassenhauer mit, aber auch Songs vom aktuellen Jubiläumsalbum („Alle sagen das“ sogar als Opener) – es war ein atemloser Streifzug durch die Bandgeschichte. Dass man nach 40 Jahren und Hits, die den Mainstream erobert haben, weiterhin das Tempo Vollgas beherrscht, untermauerten etwa das „Liebeslied“ im High-Speed-Modus oder das Abrisslied „Pushed Again“ (mit obligatorischen bengalischen Feuern).

Stilistisch einordnen kann und muss man die Gruppe längst nicht mehr. Hymnen („Laune der Natur“ mit dem Stadion – nicht zum letzten Mal – als Chor, „Kamikaze“) reihten sich an Punkknaller („Weil du nur einmal lebst“), launige Coverversionen („Halbstark“), Humorvolles mit Sommerfeeling („Wannsee“) und die zarte Ballade „Draußen vor der Tür“.

Gut geölt und mit Biss rockte die Band, Sänger Campino machte den Ansager mit Augenzwinkern. Er mahnte aber auch, dass man angesichts von Corona und Krieg „jeden Tag würdigen“ sollte. Wie gut passte da „Steh auf wenn du am Boden bist“ – das Stadion brodelte, beim kollektiven Aufspringen zum Refrain war die Energie bis unter das Dach zu spüren.

Höhepunkte zu nennen fällt schwer: Ob „Alles aus Liebe“, „Bonnie & Clyde“ oder „Hier kommt Alex“ – es stimmte an diesem Abend einfach alles. Nachdem zum Finale „Tage wie diese“ abgefeiert waren, ließen es Die Toten Hosen mit „Achterbahn“ und (als allerletzte Nummer) mit einer High-Speed-Version von „Eisgekühlter Bommerlunder“ noch einmal krachen. Die zwangsweise Verlegung von der Krieau ins Prateroval mag die Verantwortlichen genervt haben, der Partystimmung tat das keinen Schaden.

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Die Toten Hosen haben zu ihren Jubiläumsshows zahlreiche Gäste für das Nachmittagsprogramm geladen. In Wien eröffnete Bob Vylan den musikalischen Reigen. Auf die englische Grime-Punk-Band folgten die Stuttgarter Punks Schmutzki, die einen ordentlichen Auftritt absolvierten. Bei Feine Sahne Fischfilet war der Rasen dann gefüllt – und es ging schon mächtig ab.

„Wir sind Feine Sahne Fischfilet und jetzt ist hier 45 Minuten Rock and Roll“, kündigte Frontman Jan „Monshi“ Gorkow an. Er hielt sein Versprechen. Mit „Zurück in unserer Stadt“ legte die Politband mit enormer Energie los, die sich auf das Publikum übertrug und den ersten Circle Pit zur Folge hatte. Die Band präsentierte mit „Komm mit aufs Boot“ auch einen neuen Song („direkt aus dem Proberaum“): volles Brett mit Hymnen-Refrain, man darf auf das nächste Album gespannt sein.

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