Die Wintersaison findet definitiv statt

Tourismus hofft auf baldige Regierungsverordnung zu den

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (links) und ÖW-Geschäftsführerin Lisa Weddig beim Winterauftakt.
Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (links) und ÖW-Geschäftsführerin Lisa Weddig beim Winterauftakt. © BMLRT

Heuer geht die heimische Tourismusbranche mit Schwung in den Winter. Im Vorjahr sorgte die Pandemie für einen Totalausfall. „Die Wintersaison heuer wird auf jeden Fall stattfinden“, bekräftigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der neuen Chefin der Österreich Werbung (ÖW), Lisa Weddig.

Die Betriebe sind angesichts der mittlerweile eineinhalb Jahre andauernden Pandemie leidgeprüft und entsprechend froh, wenn sie ihren Geschäften halbwegs normal nachgehen können.

Die Zeit drängt

Die Regierung hat die ab 1. November geltenden Corona-Regeln für November bis April zwar bereits bekannt gegeben, die entsprechende Verordnung mit den Regelungen im Detail fehlt aber nach wie vor. „Diese Regeln werden derzeit vom Gesundheitsministerium in einer Verordnung finalisiert und ich erwarte mir von Minister Mückstein, dass diese ehestmöglich erlassen wird“, so Köstinger.

„Wir haben einen ganz klaren Fokus gesetzt: Strenge Regeln, sicherer Urlaub“, erklärte die Ministerin. In den vergangenen Wochen seien die Covid-Infektionszahlen zwar wieder gestiegen, doch aktuell gestalte sich die Lage „sehr stabil“. Und es gebe „genügend verfügbaren Impfstoff“.

„Wir sind gerüstet für die Wintersaison, mit strengen Winterregeln, breitem Testangebot und Grünem Pass.“ Diese Zutaten würden „einen erfolgreichen Winter“ garantieren, erwartet die Ministerin. Für Seilbahnen gelte die FFP2-Maskenpflicht und ab November die 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet), rief Köstinger die Ankündigungen der Regierung in Erinnerung. Für Après-Ski sollen die gleichen Regeln wie für die Nachtgastronomie gelten, also 2-G.

Große Zuversicht

„Nach dem Totalausfall der vergangenen Saison gehen wir nun mit großer Zuversicht in den kommenden Winter“, strich auch ÖW-Geschäftsführerin Weddig hervor. Das nationale Tourismusmarketing pumpt heuer eigenen Angaben zufolge soviel Geld in die Bewerbung von Österreich wie noch nie. Unter dem Slogan „#Winterurlaub“ werden 10 Millionen Euro für TV- und Radiospots, Plakate, Social-Media-Auftritte und Veranstaltungen für „Influencer“ lockergemacht, zwei Mio. Euro davon fließen alleine in die Marktbearbeitung Deutschlands. Von dort kommen die meisten ausländischen Urlauber. Die Winterkampagne wird in 13 Ländern lanciert.

„Die Fernmärkte sehen wir etwas skeptischer“, räumte Weddig ein. Damit wird den Erwartungen zufolge „erst 2022 wieder zu rechnen“ sein. Nicht zuletzt mangels Flugkapazitäten. Außen vor, also mitten in der Krise, steckt weiterhin die Stadthotellerie. „Uns fehlen Großveranstaltungen, Messen und Kongresse, Kunst- und Kulturveranstaltungen“, zählte Köstinger auf. An zunehmender Reisefreiheit werde international gearbeitet.

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