Die Wirtschaft erholt sich auch von Schocks

Nach den Verwerfungen an den Aktienmärkten sieht Helmut Nuspl von der Schoellerbank nun wieder einen Aufwärtstrend

„Die gute Nachricht ist, dass jede Krise ihr Ende findet und es wieder aufwärts gehen wird“, sagt Helmut Nuspl (kl. Bild), Leiter des Linzer Standortes der Schoellerbank.

„Die Situation an den Finanzmärkten ist weiterhin sehr angespannt. Auch an den Zins- und Kreditmärkten ist Lage von Unsicherheit geprägt. Die großen Notenbanken haben daher weitere monetäre Maßnahmen gesetzt, um den Markt ausreichend mit Liquidität zu versorgen. Auch in der Fiskalpolitik tut sich viel“, sagt Helmut Nuspl, Leiter des Linzer Standortes der Schoellerbank, bezüglich der teils dramatischen Verwerfungen an den Börsen weltweit infolge der Corona-Pandemie.

Von Mitte Februar bis Mitte März hätten die Weltbörsen etwa 15 bis 20 Billionen Dollar an Wert verloren. „Das ist eine historische Dimension.“

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Die Börsen werden sich durchaus noch einige Zeit sehr volatil zeigen. Für den Aktienmarkt als Gesamtes sei aber nicht davon auszugehen, dass tatsächlich ein derart großer wirtschaftlicher Schaden entsteht, wie ihn die Märkte aktuell einpreisen.

Auch die Wiener Börse wird sich erholen

„Die gute Nachricht ist, dass jede Krise ihr Ende findet und es wieder aufwärts gehen wird“, sagt Helmut Nuspl (kl. Bild), Leiter des Linzer Standortes der Schoellerbank.
„Die gute Nachricht ist, dass jede Krise ihr Ende findet und es wieder aufwärts gehen wird“, sagt Helmut Nuspl (kl. Bild), Leiter des Linzer Standortes der Schoellerbank. ©Schoellerbank

Mit den Konjunkturpaketen und der Unterstützung der Notenbanken werden sich die Wirtschaft und die Märkte wieder in eine positive Richtung bewegen, auch wenn die nächsten Wochen „noch durchaus herausfordernd sein können“. Selbstverständlich werde sich in einer generellen Stabilisierung auch die Wiener Börse wieder erholen, denn: „haben sehr gute Unternehmen in Österreich“, sagt Nuspl.

Auch in diesen Zeiten gebe es hochqualitative Titel zu erwerben, aber auch diese unterliegen Kursschwankungen, mahnt Nuspl. Das gehört dazu und ist Teil des Aktionärslebens. „Wir bevorzugen jedenfalls Unternehmen mit soliden Bilanzen und klaren Wettbewerbsvorteilen. Diese sollten auch die jetzige Situation gut meistern können“, beschreibt er die Beratungsstrategie der Schoellerbank.

Für Anleger sei es nun wichtig, sich in dieser Situation nicht von irgendeiner Panik anstecken zu lassen. Ja, die Situation ist sehr herausfordernd, sie wird entsprechende Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung und in den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Unternehmensergebnissen hinterlassen. „Aber auch diese Krise wird überwunden werden und somit sollte der Blick nach vorne gerichtet sein“, sagt Nuspl. Die gute Nachricht sei, dass jede Krise ihr Ende findet und es danach „wieder aufwärts gehen wird“. Er bleibe jedenfalls optimistisch, „doch eine seriöse Prognose zu Kursverläufen ist generell und insbesondere in Zeiten wie diesen nicht möglich“.

Nuspls Tipp, speziell für Kleinaktionäre: „Durchhalten und nicht den Mut verlieren.“

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