Direktoren und Eltern zufrieden

Lehrergewerkschaften plädieren hingegen für mehr Masken

In vier Wochen sollen die Klassenzimmer wieder voll sein ...
In vier Wochen sollen die Klassenzimmer wieder voll sein ... © Corri Seizinger – stock.adobe.com

Das Ampelsystem der Corona-Kommission soll mit September vorgeben, ab welchem Infektionsgeschehen an Schulen Maßnahmen wie eine Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes oder Einschränkungen im Musik- und Turnunterricht gelten werden.

Doch selbst bei „grüner“ Corona-Ampel müssen diverse Hygiene- und Präventionsmaßnahmen eingehalten werden. Für deren Umsetzung muss jede Schule ein Krisenteam einsetzen. „Das oberste Ziel ist und bleibt, möglichst umfassend Normalität und ein Höchstmaß an gewohnter Struktur im schulischen Betrieb zu gewährleisten — auch bei einem Wechsel der Ampelfarben“, heißt es in dem am Montag präsentierten samt Check- und Kontaktlisten 16-seitigen Papier.

Es wird von den Direktoren, aber auch Elternvertretern an den Pflichtschulen durchwegs positiv aufgenommen.

Viele Fragen offen

Der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (FCG) anerkennt zwar, dass nun ein „Rahmen“ vorliege, aber „jetzt gilt es natürlich noch sehr, sehr viele Details zu klären“. Dabei gehe es etwa darum, wie man mit Verdachtsfällen umgehe.

Man müsse sich auch überlegen, wie groß der schulautonome Spielraum sei, denn beispielsweise seien die Gebäude sehr unterschiedlich. Was Maßnahmen wie eine Maskenpflicht betrifft, plädiert Kimberger dafür, dass die Schulen selbst entscheiden sollen, ob es sinnvoll sei. Und laut AHS-Gewerkschafter Herbert Weiß (FCG) könne man etwa im EDV-Unterricht den Sicherheitsabstand nur schwer einhalten. Weiß hätte sich in Sachen Maskenpflicht mehr Kompetenzen für Lehrer erhofft.

Äußerst zufrieden ist hingegen die Sprecherin der AHS-Direktoren, Isabella Zins. Man könne von keinem Papier erwarten, dass jede Frage beantwortet werde, aber als Unterstützung sei es „sehr hilfreich“. In Bezug auf die Masken plädiert Zins dafür, „mit Herz und Hirn“ zu agieren. Es hätten ohnehin alle eine Maske dabei und es spreche nichts dagegen, sie auch während einer grünen Ampelphase zwischendurch etwa für Gruppenarbeiten aufzusetzen.

Evelyn Kometter, Vorsitzende des Dachverbands der Elternvereine an Pflichtschulen, sieht sehr viele Elternanliegen miteingearbeitet. Teilweise müsse freilich nachgeschärft werden. So müsse es in der ersten Schulwoche nicht nur einen Elternbrief geben, sondern an jedem Schulstandort einen Fahrplan, damit die Eltern wissen, was in gewissen Situationen passiert. Auch fordert Kometter, dass es für Schüler, die zuhause bleiben, weil sie etwa zur Risikogruppe gehören, einen Livestream aus dem Klassenzimmer gibt.

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