Direktvermarktung befindet sich in Oberösterreich auf einem Allzeithoch

Agrarumfrage 2020 zeigt: Bauern sind mit Situation großteils zufrieden

Die Landwirte, die die Direktvermarktung forcieren – in Oberösterreich sind es etwa 4000 – zählen zu den Krisengewinnern. Die Studie dazu präsentierten Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Market-Geschäftsführer Werner Beutelmeyer (kl. Bild v. l.).
Die Landwirte, die die Direktvermarktung forcieren – in Oberösterreich sind es etwa 4000 – zählen zu den Krisengewinnern. Die Studie dazu präsentierten Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Market-Geschäftsführer Werner Beutelmeyer © Land OÖ/Grilnberger

Die oberösterreichischen Landwirte sind überwiegend mit der Entwicklung ihre Betriebe zufrieden. Das zeigt eine telefonische Studie des Market-Instituts unter 501 Höfen. Demzufolge sind 62 Prozent mit der Situation „sehr“ oder „eher“ zufrieden. Entwicklungspotenzial orten 66 Prozent der befragten Betriebe.

Die im Juli durchgeführte Studie offenbarte auch, dass es wegen der Corona-Krise auch in der Landwirtschaft Gewinner und Verlierer gibt. „Die Direktvermarktung hat ein Allzeithoch erreicht“, verwies am Montag Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger auf einer Pressekonferenz in Linz darauf, dass 85 Prozent der Bauern in dem Bereich „sehr gute“ oder „eher gute“ Entwicklungschancen sehen.

Auch beim Urlaub am Bauernhof (84 Prozent) sowie im Biolandbau sehen (73 Prozent) sehen die Landwirte „sehr gute“ beziehungsweise „eher gute“ Chancen. Weiters gäbe es noch Entwicklungspotenziale in der Geflügelproduktion sowie der Energieerzeugung.

Ganz arg von der Corona-Krise gebeutelt wurden laut Studie die Schweinebauern. „Die leiden unter dem Preisverfall“, so Hiegelsberger. Dramatisch sei die Situation auch bei den Forstwirten. Hier sehen 81 Prozent „eher schlechte“ beziehungsweise „sehr schlechte“ Chancen – Borkenkäfer und Dürre sind hier die Ursachen.

Bei den Wünschen in punkto Agrarpolitik gab es bei der Investitionsförderung ein starkes Plus. Dauerbrenner dort sind geringerer bürokratischer Aufwand, Bildungsförderung sowie die Stärkung der bäuerlichen Lebensmittelproduktion.ok

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