Diskussionen um Regierungs-Aufträge für PR und Marketing

Die beiden von der Regierung ausgeschriebenen Millionen-Aufträge für PR und Marketing sorgen weiter für Diskussionen. Der Public Relations Verband hat am Freitag darauf hingewiesen, dass es in den Ausschreibungsunterlagen nicht um faktenorientierte, langfristig angelegte PR und transparente Kommunikation gehe. „Gefordert werden vielmehr klassische Werbemaßnahmen“, hieß es.

Die Regierung ist derzeit auf der Suche nach einer Werbeagentur, die bis 2024 bis zu 30 Mio. Euro an „Kreativleistungen“ erbringen soll, die von den einzelnen Ministerien abgerufen werden können. Außerdem gesucht wird eine Schaltagentur zur Abwicklung von Inseratenaufträgen im Wert von bis zu 180 Mio. Euro.

Das Kanzleramt hat sich bisher nicht zu dem Auftrag geäußert. Vorgeschickt wurde die Bundesbeschaffungsgesellschaft, die die 30 Mio. Euro als „maximale Obergrenze“ für alle Ministerien bezeichnete. Dieser Rahmen würde „wohl nur im Fall einer weiteren großen Krise“ ausgeschöpft, so die BBG. Die Grünen verwiesen außerdem darauf, dass die gewählte Agentur Subaufträge an andere Agenturen vergeben könnte. Die Opposition befürchtet, dass damit das parlamentarische Fragerecht über die Werbeaktivitäten der Regierung unterlaufen werden könnte.

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