Dönmez nennt Ausschluss „überzogene Entscheidung“

ÖVP-Klub verliert jährlich 50.000 Euro Förderung

Im Zusammenhang mit seinem Ausschluss aus dem ÖVP-Parlamentsklub spricht der nunmehrige „wilde“ Nationalratsabgeordnete Efgani Dönmez von einer „völlig überzogenen Entscheidung“ der Klubspitze und des Bundeskanzlers. In einem Blogbeitrag betont er, dass er sich am Sonntag für seinen zweideutigen — und allgemein als sexistisch interpretierten — Tweet über die deutsche SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli entschuldigt habe. Und Dönmez weiter: „Wer ohne Fehler ist, möge den ersten Stein werfen und wenn jeder, welcher einen kleinen Fehler begeht in die Wüste geschickt wird, dann wäre das Parlament und die Regierungsbank sowie die Redaktionen unseres Landes ziemlich leer“. Er werde „widerwillig, aber freiwillig aus dem ÖVP-Parlamentsklub ausscheiden“. Abermals betonte er, dass seine Aussage nicht auf sexuelle oder sexistische Inhalte bezogen“ gewesen sei, aber: „Oft steckt auch im Auge des Betrachters der Fehler“.

Für den ÖVP-Klub hat der mit Montag wirksam gewordene Ausschluss finanzielle Folgen: Laut einem Parlamentssprecher erhält der Klub nun im Jahr um 50.522 Euro weniger Förderung. Dönmez bezieht aber weiterhin sein Abgeordnetengehalt in Höhe von knapp 9000 Euro monatlich.