Dollhofer wird neue Filmfonds-Chefin

Vom 1. bis 6. Juni findet ihr letztes Festival Crossing Europe in Linz statt

Gerade ist Christine Dollhofer mitten in den Vorbereitungen für das Filmfestival Crossing Europe 2021 in Linz.
Gerade ist Christine Dollhofer mitten in den Vorbereitungen für das Filmfestival Crossing Europe 2021 in Linz. © V- Wakolbinger

Mitten in die Vorbereitungen für das Filmfestival Crossing Europe in Linz, das, so Corona und die dazugehörigen Beschränkungen wollen, in sieben Wochen vom 1. bis zum 6. Juni stattfinden wird, platzte am Dienstag für die Beteiligten die Nachricht, dass dies für Festivalleiterin Christine Dollhofer das letzte cineastische Fest in Linz werden wird.

Am 1. November wird sie als Nachfolgerin von Gerlinde Seitner die Leitung des Filmfonds Wien übernehmen. Der Filmfonds Wien bezeichnet sich selbst mit 11,5 Mio. Euro Fördersumme als eine der höchstdotierten regionalen Filmförderstellen Europas.

„Christine Dollhofer besitzt Durchsetzungsvermögen, ist kommunikationsfreudig und sprüht vor Ideen und Energie; sie ist somit die richtige Antwort auf eine Branche in Bewegung“, streut Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler der 1963 in Wels Geborenen Rosen. Dollhofer hat sich gegen 44 Mitbewerberinnen und -bewerber durchgesetzt.

Nach dem Festival startet Suche nach Nachfolge

Über Dollhofers Nachfolge kann man sich in Linz derzeit noch keine Gedanken machen, das soll nach dem Festival geschehen, bei dem heuer an die 120 und damit rund 40 Filme weniger als in den vergangenen Jahren gezeigt werden.

„Wir gehen davon aus, dass das Festival stattfinden wird“, gibt man sich seitens der Veranstalter optimistisch: „Aber bereits im Herbst haben wir beschlossen, die Filmanzahl zu reduzieren.“Es könne sein, dass das kollektive Fil- meschauen in Linz zu einem der ersten kulturellen Genüsse nach einem kulturellen „Neustart“werde, spekuliert man.

Derzeit arbeitet man an einem Corona-konformen Konzept, dass etwa eine Schachbrettbesetzung der Kinosäle mit halbierter Zahl an Publikum vorsieht. Für diese Regelung, die bereits im Herbst galt, gebe es Signale aus dem zuständigen Ministerium.

Die Pausen zwischen den Filmen werden darüber hinaus verlängert, das Ticketing inklusive Kontaktdatenübermittlung neu programmiert. Und da es keine After-Show-Veranstaltungen geben werde, werde man, so die Veranstalter, auch früher mit den Filmvorführungen beginnen.

Wie lange in die Nacht hinein Kinobesuche möglich sein werden, steht noch in den Sternen und bereitet derzeit in Linz auch die meisten Kopfschmerzen. Von einem verpflichtenden „Reintesten“in den Kinosaal gehe man hingegen fix aus.

Von Mariella Moshammer

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