Dominatoren plötzlich Außenseiter

Linz-Steg und Prinz Brunnenbau Volleys wollen im Cup überraschen

Im Cupfinale könnte es heuer sogar zu einem OÖ-Derby kommen.
Im Cupfinale könnte es heuer sogar zu einem OÖ-Derby kommen. © Peter Maurer

Satte 14 Punkte trennten Grunddurchgangssieger Linz-Steg und den Vierten Graz nach 18 Runden in der Volleyball-Bundesliga. Im Cup-Halbfinale am Freitag in der Steiermark (20) sehen sich die Oberösterreicherinnen trotzdem als Außenseiter. „Graz ist natürlich klarer Favorit und jeder rechnet mit dem dritten Cupsieg in Folge“, sagte Trainer Roland Schwab.

Warum dieses Understatement? Weniger, weil die Grazer Steg die bislang einzige Saisonniederlage zufügten. „Sondern, weil sich im Cup die Kräfteverhältnisse stark verlagern“, verwies Schwab auf die Regelung, wonach keine Legionärinnen erlaubt sind. Graz spielt ohnehin nur mit österreichischen Spielerinnen, sie profitieren davon, dass viele in der steirischen Hauptstadt ein Studium absolvieren. Verstecken brauchen sich die Steg-Ladies, die zuletzt 2011 den Titel holten, angesichts von vier aktuellen Nationalspielerinnen aber nicht. „Wir müssen an unsere Chance glauben.“

Im Finale könnte am Samstag wieder ein Derby gegen Perg/Schwertberg warten. Die Prinzessinnen müssen gegen Klagenfurt (16) allerdings auf die Legionärinnen und Topscorerinnen Mitrengova, Tucker und Walter sowie auf Zuspielerin Ferguson verzichten. „Wir können völlig befreit aufspielen. Schon jetzt haben wir alle Saisonziele erfüllt. Alles, was nun kommt, ist ein Bonus“, sagte Sportdirektor Josef Trauner, der Klagenfurt als Favorit sieht, aber „einen offenen Schlagabtausch“ in der Grazer Halle erwartet. cg

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