Meinung

von Manfred Maurer

Donald, jetzt reicht’s!

Das Unheil am Persischen Golf nimmt seinen befürchteten Verlauf. Seit Aufkündigung des Atomdeals mit dem Iran durch die USA vor gut eineinhalb Jahren schaukelte sich die Krise von einer Eskalationsstufe auf die nächste. Jetzt aber scheint jener Kipppunkt erreicht, an dem der große Knall unausweichlich ist.

Auch wenn Donald Trump mit seinem Todesbefehl gegen den mörderischen Iraner-General Soleimani dem Gerechtigkeitsempfinden vieler entsprochen und den Nerv seiner Kernwählerschaft getroffen hat, gibt es keine rationale Rechtfertigung für diesen Schritt.

Der US-Präsident agiert völlig losgelöst von jeglicher Vernunft, deren Funktion es ist, emotional vielleicht verständliche Impulse unter Abwägung der möglichen Folgen zu unterdrücken. Neu ist diese Trump’sche Verhaltensauffälligkeit allerdings nicht. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch diese Präsidentschaft.

Umso mehr gilt: Es wird endlich Zeit, dass Europa den USA Grenzen aufzeigt. Das mag angesichts der realen Machtverhältnisse ein frommer Wunsch sein, doch ganz bedeutungslos ist der Kontinent mit einem Viertel der Weltwirtschaftsleistung auch nicht.

Europa muss nur endlich dieses Gewicht in die Waagschale werfen, mit einer Stimme sprechen und (zweckdienlicherweise vielleicht nicht öffentlich) sagen: Donald, jetzt reicht’s!

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