Doppelt erfolgreiches TopTalent

Alexander Gschiel hat sich nach einem Jahr in Norwegen schon bestens eingelebt

Alex Gschiel glänzt sowohl am Wasser als auch am Eis.
Alex Gschiel glänzt sowohl am Wasser als auch am Eis. © Ismael Herrero

Athleten, die in zwei verschiedenen Sportarten ihr Glück versuchten, gibt es einige. Die Zahl jener, die auch doppelt erfolgreich waren, ist hingegen überschaubar. Ester Ledecka ist etwa ein aktuelles Beispiel, sie gewann Olympia-Gold in Ski Alpin und Snowboard. Legendär auch Fred Perry, einst Wimbledon-Sieger und Tischtennis-Weltmeister oder Base- und Footballer Deion Sanders, einziger Finalist in MLB und NFL.

Im Blickfeld der College-Scouts

Alexander Gschiel meistert seinen Spagat bislang ebenfalls eindrucksvoll. Das zeigen alleine die jüngsten Resultate des VOLKSBLATT-TopTalents 2018, dessen Nachfolger am Donnerstag bei der Gala im VKB-Kundenforum gekürt wird. Zwei Vize-Staatsmeister-, ein Landesmeister- sowie drei U17-Meistertitel im Wasserski stehen auf seiner Habenseite. Als begnadeter Eishockey-Crack der Nordic Hockey Academy in Norwegen verbuchte der 16-Jährige u.a. eine Einladung zum Showcase-Turnier nach Nashville, wo über 50 College-Scouts sichteten. In einer Einzelwertung von 130 Spielern erreichte der Oberösterreicher den herausragenden 17. Platz.

„Leute sind sehr offen“

Seit dem Vorjahr lebt Alexander in Norwegen, heuer wechselte er in ein norwegisches Gymnasium. Eingelebt hat sich das TopTalent längst: „Die Leute sind sehr offen, kommen gleich auf dich zu“, erzählte der Youngster, der zugab: „Am Anfang war es schon eine große Umstellung.“ Daheim konnte er sich nur über Weihnachten, vier Wochen im Sommer und ganz kurz zu Ostern blicken lassen. Dafür besuchen ihn die Eltern regelmäßig. „Das Leben dort ist nicht sehr viel anders, als bei uns“, schilderte der Jung-Sportler, der bereits fließend Norwegisch spricht. Nachsatz: „Außer, dass es teurer ist.“

Schon größer sind die Unterschiede beim Training: „Wir haben mehr und härtere Einheiten. Die Trainer kümmern sich auch sehr um den Charakter der Spieler, wir arbeiten viel im mentalen Bereich.“

Die nächsten Ziele auf der Agenda: Die Wasserski-WM 2020 sowie das Eishockey-Triple-A-Turnier im Jänner in Boston. In den nächsten drei Jahren bis zum Abschluss will Gschiel in jedem Fall noch zweigleisig unterwegs sein, „danach muss ich mich wohl entscheiden“. Aber vielleicht reiht er sich ja auch in die prominente Liste um Ledecka, Perry, Sanders und Co. ein. cg

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