Doskozil versteht Aufregung um Treffen mit Kurz nicht

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) sieht in seinem Treffen mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwochabend nichts Außergewöhnliches. “Ich verstehe die Aufgeregtheit nicht”, meinte Doskozil angesichts der entsprechenden Medienberichte über vom Kanzleramt veröffentlichte Fotos des Treffens.

Beide Politiker waren am Mittwochnachmittag im Kanzleramt zusammengetroffen und hatten danach via Social Media von einem “guten Austausch” berichtet. Angesichts der jüngsten SP-internen Spannungen um die “Sicherungshaft” war das Treffen von einigen Medien als Provokation gewertet worden – zumal das Kanzleramt mehrere Fotos vom Zusammentreffen veröffentlichte.

Doskozil konnte das nach seinem Auftritt im Eurofighter-Untersuchungsausschuss nicht nachvollziehen, wie er meinte: “Wenn das nicht erlaubt ist und großartig thematisiert wird, dann passt irgendwas nicht.” Es müsse natürlich erlaubt sein, dass sich Politiker kennen und ein Gespräch führen. Schließlich gebe es immer wieder Berührungspunkte. “Ich habe auch mit anderen Regierungsvertretern auf Bundesebene Gespräche geführt, auch mit dem Vizekanzler”, so der Landeshauptmann, der im Burgenland in einer Koalition mit der FPÖ regiert.

Das Treffen sei schon länger geplant gewesen, sagte ein Sprecher Doskozils am Donnerstag zur APA. Hauptthema beim Antrittsbesuch des frisch gekürten Landeshauptmanns sei die Jubiläumsgabe des Bundes zur Hundertjahrfeier des Burgenlands gewesen. Daneben sei es in dem rund 45 Minuten langen Gespräch aber auch um aktuelle Thema wie die Sicherungshaft und die Mindestsicherung gegangen sowie darum, wie die Bund-Länder-Beziehung verbessert werden könne.