Dragovic-Wechsel zu Roter Stern Belgrad unter Dach und Fach

Der Wechsel von Aleksandar Dragovic zu Roter Stern Belgrad ist seit Mittwoch offiziell. Der österreichische Fußball-Teamverteidiger kam ablösefrei von Bayer Leverkusen und unterschrieb beim serbischen Topclub laut Club-Angaben einen Dreijahresvertrag. „Mit dem Transfer ist ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen“, meinte Dragovic in einer ersten Reaktion.

Das Engagement des Innenverteidigers bei Roter Stern hatte sich seit längerem abgezeichnet. Am Dienstag saß Dragovic beim serbischen Cupfinale im Stadion, als sich Roter Stern gegen den Erzrivalen Partizan Belgrad im Elfmeterschießen durchsetzte und sich damit zum Doublesieger krönte. „Ich freue mich sehr auf die Zeit in Belgrad und möchte mit Roter Stern unbedingt weitere Titel einspielen“, kündigte der 30-Jährige an.

Dragovic begann seine Karriere bei der Wiener Austria, von dort ging es weiter zum FC Basel (2011 – 2013) und zu Dynamo Kiew (2013 – 2016). Danach erfolgte der Wechsel zu Bayer Leverkusen – beim Werksclub kam der Abwehrspieler zwar mit schöner Regelmäßigkeit zum Einsatz, der Sprung zum unumstrittenen Stammspieler gelang aber nicht. Auch eine Leihsaison bei Leicester City (2017/18) verlief nicht zur vollsten Zufriedenheit.

In den Planungen seines künftigen Clubs spielt Dragovic hingegen eine wichtige Rolle. „Es gab in der jüngsten Vergangenheit ein paar konkrete Anfragen, bei denen ich aber nicht das Gefühl hatte, dass das Interesse auch wirklich nachhaltig ist. Bei Roter Stern Belgrad war das anders. Die Verantwortlichen haben sich seit geraumer Zeit sehr intensiv um mich bemüht und mir in mehreren persönlichen Gesprächen einen klaren Plan skizziert, was der Verein vorhat und welche Rolle ich dabei spielen soll. Das hat mir imponiert und letztendlich den Ausschlag gegeben“, berichtete der Verteidiger.

Nach der Vertragsunterzeichnung in Belgrad ging es für Dragovic wieder retour nach Österreich, schließlich fällt für die ÖFB-Auswahl am Donnerstag in Bad Tatzmannsdorf der Startschuss zur EM-Vorbereitung. „Ich wollte nicht pokern, sondern definitiv noch vor dem Start des Teamtrainingslehrgang Klarheit, um mich in der Vorbereitung und dann bei der EM voll auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Wenn du nicht weißt, wie deine Zukunft aussieht, bist du nicht frei im Kopf, das wollte ich unbedingt vermeiden“, erklärte Dragovic.

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Der Wiener mit serbischen Wurzeln ist der Spieler mit den viertmeisten Einsätzen überhaupt für die österreichische Nationalmannschaft. Seine 89 Länderspiele wurden bisher nur von Gerhard Hanappi (93), Toni Polster (95) und Andreas Herzog (103) übertroffen. Bisher hat Dragovic zwei Tore in der ÖFB-Auswahl erzielt.

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