Drama beim 15. Titel als Inspiration

Trauns Weg zur Badminton-Krone war an Spannung nicht zu überbieten

Nichts für schwache Nerven: Mit zwei Auswärtssiegen im „Golden Set“ holte sich Traun den 15. Meistertitel in der heimischen Badminton Bundesliga.
Nichts für schwache Nerven: Mit zwei Auswärtssiegen im „Golden Set“ holte sich Traun den 15. Meistertitel in der heimischen Badminton Bundesliga. © ÖBV/Mödlin-Fiala

„Ich bin jetzt 60 Jahre dabei, aber so etwas hab ich noch nicht erlebt“, meinte Manager Herbert Koch nach dem gewonnen Final-Krimi der Askö Traun gegen Pressbaum. Peter Zauner, der erstmals als Trainer die Trophäe holte, stimmte zu: „Von der Dramatik her der intensivste Titel.“ Er wäre aktiv lieber am Spielfeld gestanden als daneben.

Einer war bei jedem Triumph mit dabei

Dramatischer hätte der Weg zum 15. Titel nicht sein können. Nach der Heimniederlage musste erst die Begegnung am Samstag nach fast sechs Stunden beim Stand von 4:4 in einem „Golden Set“ entschieden werden. Dabei wehrte Florentina Constantinescu drei Matchbälle ab und bescherte Traun ein entscheidendes Duell am Sonntag. Dieses spitzte sich wieder bis zum „goldenen Satz“ zu — Traun hatte bei der Auslosung etwas Glück und konnte auf die Stärke im Mixed-Doppel bauen. Nach dem 21:16 von Constantinescu/Collins-Valentine Filimon kannte der Jubel keine Grenzen. „Wir wollen schön langsam an die Jungen übergeben, der Titel soll Inspiration für sie sein“, betonte Zauner, der damit etwa Kai Niederhuber (17) und Wolfgang Gnedt (23) meinte.

Einer der das Gefühl des Meisterschaftsgewinns bestens kennt, ist Jürgen Koch. Der 48-Jährige war schon beim ersten Triumph in der Bundesliga 1995 mit dabei und steuerte auch diesmal in allen drei Final-Begegnungen jeweils zwei Punkte (Herren- und Mixed-Doppel) bei. „Einfach überragend“, lobte auch Vater Herbert.

Von Tobias Hörtenhuber

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