Dreh zum Biopic „Klammer“ über Österreichs Skiikone läuft

Vor fast genau 45 Jahren, am 5. Februar 1976, ist Franz Klammer in Innsbruck zu Abfahrtsgold gerast. Ein Ereignis, das lange nachwirkte und auch die Filmbranche beflügelt: Denn nun haben die Dreharbeiten für den Film „Klammer“ begonnen, bei dem fünf Tage rund um den Triumph des Kärntners in Szene gesetzt werden. Bereits diesen Herbst soll der Film in österreichische und internationale Kinos kommen, sollten die dann nach der Coronasperre wieder geöffnet haben.

Hoch oben über dem Kärntner Drautal, in der Ortschaft Zwickenberg, scheinen dieser Tage die 1970er-Jahre zurückgekehrt zu sein. Komparsen in Schlaghosen, heute wohl nicht mehr ganz zeitgemäße Skier und Oldtimer prägen das Bild rund um ein Bauernhaus, das im Film Klammers Elternhaus darstellt. Besonders von einem knallgelben BMW 202 tii, der davor parkt, ist der Olympiasieger selbst bei seinem Setbesuch begeistert: „Genau so ein Auto hatte ich damals. Das war das coolste Auto zu der Zeit.“

Klammer selbst hält sich am Drehort zurück: „Ich habe nur die Vorlage geliefert“, lacht er. Was den Rest angeht, vertraue er voll auf das Team und sein jüngeres Ich, den 24-jährigen Julian Waldner. Der wiederum bezeichnet die Gelegenheit, den österreichischen Skinationalhelden spielen zu dürfen, als „Traumrolle“. Franz Klammer und speziell sein Olympiasieg seien immer noch in den Köpfen der Leute präsent: „Und zwar nicht nur in Österreich. Es gibt auch im Ausland noch Leute, die sich genau an diesen Sieg erinnern können“, betont auch Valerie Huber, die Franz Klammers Ehefrau Eva spielt.

Kärnten ist derzeit nicht der einzige Klammer-Drehort. Am Patscherkofel bei Innsbruck ist ein Team mit sieben Stuntmen gerade dabei, die Skirennszenen zu drehen. „Die eine oder andere Szene auf Skiern werde ich aber auch selber machen“, verrät Waldner. Er sei nämlich selbst kein schlechter Skifahrer: „Bei den Görtschitztaler Meisterschaften bin ich einmal Zweiter geworden. Das hab ich natürlich auch dem Franz erzählt“, berichtet er – der Olympiasieger sei davon aber nicht besonders beeindruckt gewesen.

Einig sind sich Waldner und Huber, dass es ein Glück sei, trotz Coronapandemie drehen zu können – auch wenn das bedeutet, dass das gesamte Team regelmäßig getestet werden muss. Wenn der Film dann im Herbst fertig ist, sollten zumindest die Kinos wieder geöffnet sein, hofft man am Set. Das wäre ein zweites Happy End – denn dass der Film ein solches haben wird, ist sowieso klar.

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