Drei- bis Zehnjährige nutzen Medien intensiver, aber auch bewusster

Corona-bedingt erfreuen sich LernApps größerer Beliebtheit

Eight years old boy behind the table study at home using a t

Der Trend zur Mediennutzung ist bei den Drei- bis Zehnjährigen ungebrochen, allerdings brachte der Corona-Lockdown einen verantwortungsvolleren Umgang mit sich. Das ergab die 7. OÖ. Kinder-Medien-Studie des Market-Instituts, die Bildungslandesrätin LH-Stv. Christine Haberlander am Freitag in Linz vorstellte.

Zwei Drittel der Kinder verfügen demnach über eigene Smartphones bzw. Tablets, die (fast) tägliche Nutzung der Handys ist auf 43 Prozent gestiegen. Die Zeit, die mit TV und Co. verbracht wird, stieg von 88 Minuten im Jahr 2008 auf 106 heuer. Aber auch Home-Schooling zeigt Wirkung. Die Kinder haben mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit dem Computer bekommen, Eltern sehen dessen Nutzung deutlich weniger skeptisch.

77 Prozent der Kinder haben Zugang zum Internet. Die Internet-Aktivitäten haben sich auf 42 Minuten verdoppelt. LernApps sind intensiver im Einsatz – 2018 waren es 28 Prozent, jetzt 50 Prozent –, 58 Prozent der Kinder verwenden sie auch gerne.

„Die Studie zeigt, dass immer früher elektronische Geräte vorhanden sind und genutzt werden. Egal, ob analog oder digital, Pädagogen und Eltern müssen das nötige Wissen vermitteln, um den Kindern den richtigen Umgang zu ermöglichen“, betonte Haberlander: „Eltern müssen aber den Medienkonsum ihrer Kinder aufmerksam im Auge behalten.“

Bücherlesen bleibt ungebrochen spannend

Corona-bedingt ist der Terminkalender der Kinder weniger dicht, daher erlebt die Familie eine Renaissance. Ungebrochen steht das Spielen im Freien als häufigste Freizeitaktivität an erster Stelle (80 Prozent), gefolgt von Zeit mit der Familie. Aber auch das Bücherlesen ist bei zwei Drittel der Kinder beliebt.

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