Drei Flugunfälle forderten am Samstag 42 Tote

In der Schweiz gab es zwei Abstürze mit 24 Toten, darunter eine Familie aus NÖ – 18 Todesopfer bei Hubschrauber-Kollision in Sibirien

Ein Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52, scherzhaft auch „Tante Ju“ genannt, stürzte am Samstag in der Schweiz ab. Dabei kamen 20 Menschen ums Leben. Auch zwei weitere Flugunglücke forderten Todesopfer.
Ein Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52, scherzhaft auch „Tante Ju“ genannt, stürzte am Samstag in der Schweiz ab. Dabei kamen 20 Menschen ums Leben. Auch zwei weitere Flugunglücke forderten Todesopfer. © AFP/Coffrini

BERN/MOSKAU — Gleich drei Flugunfälle forderten am Samstag 42 Tote. In der Schweiz stürzte ein historisches Passagierflugzeug ab. Dabei kamen 20 Menschen, darunter auch eine dreiköpfige Familie aus Niederösterreich, ums Leben. Das Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52, das für Rundflüge eingesetzt wird, war Samstagnachmittag am Berg Piz Segnas abgestürzt. Alle Insassen starben. Es gebe keinerlei Hoffnungen mehr, jemanden lebend zu bergen, sagte Andreas Tobler, Gesamteinsatzleiter der Kantonspolizei Graubünden. Die Unglücksursache ist noch unbekannt. Das Flugzeug soll aber nahezu senkrecht und mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden gekracht sein. Eine Kollision mit einem Hindernis, einem anderen Fluggerät oder einem Kabel kann allerdings ausgeschlossen werden. Auch ein zweites Flugzeug ist am Samstag in der Schweiz abgestürzt. Dabei starb eine vierköpfige Schweizer Familie. Bei dem Absturz geriet das Umland in Brand, weshalb die Rettungskräfte erst nach dem Einsatz eines Löschhubschraubers zu dem Unfallort vordringen konnten.

18 Todesopfer forderte am Samstag eine Hubschrauber-Kollision in Sibirien. Der Rotor habe sich in der Hängelast eines anderen Hubschraubers verfangen, teilte der Ölkonzern Rosneft mit. Eine Maschine vom Typ Mi-8 stürzte ab und brannte aus. An Bord kamen drei Mann Besatzung und 15 Ölarbeiter ums Leben, die zu einer Bohrstelle fliegen wollten.