Leichte Entspannung nach Schnee-Chaos in Österreich

Nach den intensiven Schneefällen am Mittwoch hat sich die Situation in vielen Teilen Österreichs am Donnerstag im Laufe des Tages weiterhin entspannt. In Osttirol waren am späten Nachmittag noch rund 800 Haushalte ohne Strom, im Salzburger Lungau waren es noch 180. In Osttirol und entlang des Alpenhauptkamms wurden für die Nacht auf Freitag neuerlich intensive Schneefälle prognostiziert.

Im Salzburger Lungau waren um 16.45 Uhr die Gemeinden Tamsweg, Göriach und der Großteil von Ramingstein wieder mit Strom versorgt. Rund 180 waren am späten Nachmittag noch von dem Stromausfall am Mittwoch betroffen.

An der Wiederherstellung des Netzes in der Gemeinde Hintermuhr wurde noch gearbeitet. Von den Stromausfällen im Lungen hatten zunächst rund 800 Haushalte keinen Strom. Mangels Stromversorgung blieben die Pforten der Volksschulen Seetal, Ramingstein und St. Andrä geschlossen. Am Freitag sind bis auf St. Andrä wieder alle Schulen geöffnet.

Entspannt hat sich im Lungau auch die Verkehrslage. Einige Straßensperren wurden aufgehoben, wie die Muhrer Landesstraße (L216) und die Gemeindestraße nach Hintermuhr. Ab dem Ortsteil Fall hat die Lawinenwarnkommission aus Sicherheitsgründen eine Straßensperre während der Nachtstunden angeordnet. “Durch die intensiven Aufräumarbeiten konnte die Normalität im Alltag weitgehend wiederhergestellt werden”, sagte der Lungauer Katastrophenschutzreferent Philipp Santner.

Einige Straßensperren bleiben weiterhin aufrecht. Wie das Landes-Medienzentrum informierte, ist die Prebersee Straße (L262) ab der Ortschaft Haiden bis zur Landesgrenze Steiermark wegen umgestürzter Bäume voraussichtlich bis Freitag 12.00 Uhr nicht befahrbar, ebenso die Bundschuh Straße (L267) ab dem Hochofen-Museum. Die Freigabe der Göriacher (L231) Straße wird nicht vor kommenden Montag erwartet. Bis auf Weiteres gesperrt ist auch die Südrampe der Katschbergstraße (B99) auf der Kärntner Seite.

Auch in Osttirol entspannte sich die Lage zunehmend. So war das Defereggental bis auf drei Stationen wieder versorgt und das Lesachtal bis Kartitsch. Bestes Flugwetter ermöglichte am Donnerstag Reparaturarbeiten an der Stromversorgung und Sicherungsarbeiten im Straßenbereich, teilte das Land mit. Im Einsatz standen neben dem Landeshubschrauber noch ein Black Hawk- und ein Agusta Bell-Helikopter des Bundesheeres.

Im Defereggen-, Villgraten- und Lesachtal blieben die Schulen am Donnerstag noch geschlossen. Auch für die Volksschulen in Anras, Mittewald, Assling und Prägraten am Großvenediger hieß es noch schulfrei. “Die Sicherheit der Schüler geht vor. Viele stünden sonst vor der Problematik, dass sie wegen Lawinensperren nicht mehr nach Hause kommen”, so Reisner. Auch am Freitag werden noch einige Schulen geschlossen bleiben.

In Osttirol und entlang des Alpenhauptkamms sind für die Nacht auf Freitag neuerlich intensive Schneefälle prognostiziert. Dies könnte zu einem Anstieg der Lawinengefahr auf Stufe 4 der fünfteiligen Skala führen. Es wurden 50 bis 100 Zentimeter Neuschnee sowie extreme Windverfrachtungen erwartet.

In der Steiermark war zu Mittag die Straße von Murau zum LKH Stolzalpe auf einer Fahrspur von umgefallenen Bäumen soweit geräumt, dass ein Personalschichtwechsel durchgeführt werden konnte. Bis auf rund 200 Haushalte waren auch die Störungen im E-Netz beseitigt, teilten die Energienetze Steiermark auf APA-Anfrage mit.

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