Drogenring in Linz gesprengt

37 Personen sollen kiloweise mit Crystal Meth gedealt haben – Blutiger Streit zweier Männer führte Polizei auf die Spur der Täter

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Die Linzer Polizei hat einen Drogenring zerschlagen, insgesamt 37 mutmaßlich Mitglieder konnten ausgeforscht werden.

Sie sollen kiloweise Crystal Meth, aber auch andere Drogen wie Heroin oder Cannabis im Gesamtwert von einer Million Euro ins Land geschmuggelt und anschließend damit gedealt haben.

Verletzter ging zur Polizei und gestand

Auf ihre Spur kamen die Ermittler nach einem blutigen Streit zweier Männer. Ein 35-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land stach laut Polizei im April 2020 seinem 36-jährigen Komplizen aus Linz mit einem Messer in den Oberschenkel, um an ein Handy zu gelangen, auf dem viele Kontakte gespeichert waren.

Der Verletzte legte daraufhin bei der Polizei ein Geständnis wegen Suchtgifthandels ab. Allerdings gab er nur einen Teil der Taten zu, wie sich später herausstellte.

Auch „Kristall-Oma“ dingfest gemacht

In monatelangen Ermittlungen gelang es der Polizei schließlich, an die Hintermänner des Drogenrings zu gelangen. Ein Paar – ein 58-jähriger Serbe und eine in der Szene als „Kristall-Oma“ bekannte 55-jährige Einheimische – konnte bei der Rückkehr von Wien nach Linz erstmals festgenommen werden. Mit dabei hatten sie 35 Gramm Crystal Meth. Sie zeigten sich geständig und gaben in der Folge eine Bezugsquelle preis.

Mit knapp zehn Kilo der synthetischen Droge Crystal Meth sowie 500 Gramm Heroin und drei Kilo Cannabis sollen die 37 Täter gedealt haben – in einer Wohnung am Linzer Spallerhof sowie auf der Unionkreuzung und beim Volksgarten.

Auch Einbrüche und Messerattacken

Auch zahlreiche Einbrüche, Diebstähle hochwertiger Fahrräder sowie Attacken mit Messern und einem Baseballschläger sollen auf das Konto des Drogenrings gehen. Eine Frau wurde zudem mit Drogen gefügig gemacht und missbraucht.

28 mutmaßliche Täter wurden mit Unterstützung der Spezialeinheit EGS festgenommen und neun weitere auf freiem Fuß angezeigt. Drei Täter sind selbst süchtig und gaben die hohen Kosten für Drogen als Motiv für Einbruchsdiebstähle an.

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