Drogenschmuggel nach OÖ um Spielschulden vor Freundin zu verbergen

Weil er Spielschulden hatte, die er vor seiner Lebensgefährtin verbergen wollte, hat ein 42-Jähriger aus dem Bezirk Wels-Land im großen Stil Drogen geschmuggelt.

Von Oktober 2018 bis Dezember 2019 soll er laut Polizei 9,8 Kilo Marihuana, 3,5 Kilo Amphetamin, 500 Stück Ecstasy sowie Kokain und Cannabis-Harz nach Österreich gebracht haben. Mit dem Verkauf machte er einen Gewinn von etwa 45.000 Euro.

Auf die Spur des Mannes kamen die Kriminalisten durch den Fall einer vierköpfigen Familie, die im Jänner in Wels zu Haftstrafen verurteilt wurde, weil sie ebenfalls in größerem Ausmaß mit Drogen gehandelt haben soll. Ihren Lieferanten verrieten die vier damals nicht, aber über ihre Handys kamen die Ermittler auf den Deutschen, der unbescholten und unauffällig mit Frau und Baby im Bezirk Wels-Land lebte. Ungewöhnlich war nur, dass er immer wieder PS-starke Luxusautos mietete.

Die Kriminalisten vermuteten, dass er mit diesen Fahrzeugen Schmuggelfahrten unternahm. Der Verdacht bewahrheitete sich: Im Dezember wurde der Mann erwischt, als er mit zwei Kilo Marihuana, drei Kilo Amphetamin und 200 Gramm Cannabisharz in einem Mietwagen aus Deutschland zurückkam. Die Ermittler wiesen ihm in der Folge zumindest neun Schmuggelfahrten nach. Der 42-Jährige ist in U-Haft. Neun seiner Abnehmer wurden ausgeforscht, zu seinen Hintermännern schweigt er.

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