Druck auf Milchproduzenten

Hohe Qualität und Eigenversorgung müssen ihren Preis haben

Es ist nicht alle Käse bei der Milchverarbeitung, doch Mehrkosten für hohe Qualität werden nicht abgegolten.
Es ist nicht alle Käse bei der Milchverarbeitung, doch Mehrkosten für hohe Qualität werden nicht abgegolten. © Gmundner Milch

Der Ausfall der Gastronomie und des Tourismus hat die heimischen Molkereien schwer getroffen. Die langen Schließungen dürften auch für die Rückgänge bei Importen von einfacher Ware für Gastronomie und Tourismus verantwortlich sein.

Diese Entwicklung sei ein deutliches Signal dafür, dass der Milchmarkt unter einer strukturellen Schieflage leide, berichtete der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Helmut Petschar.

„Mehraufwendungen für höhere Qualitäten und Kostensteigerungen im Inland werden nicht abgegolten, obwohl diese höheren, heimischen Qualitätsstandards und eine gesicherte Eigenversorgung von den Konsumenten, vom Handel als auch von den politischen Entscheidungsträgern gefordert werden.“

Die Exporte von Milchprodukten seien im ersten Quartal 2021 gut angelaufen, so Petschar. Dennoch würden massive Kostensteigerungen bei Vorleistungen sowie der Preisdruck durch den Handel große Sorgen bereiten.

Positive Nachrichten gibt es derzeit von einer insgesamt guten Entwicklung auf den internationalen Märkten, auch sind Produkte mit den höheren, österreichischen Qualitätsstandards im Ausland gefragt.

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