DS 4 E-Tense – Elektrisch nach Steyr

Steyr hat die Postleitzahl 4400. Und der DS 4 ist 4400 Millimeter lang. Ein Kompakter also, den es als Diesel, Benziner und Plug-in gibt. Letzterer verfügt über einen 9,9 Kilowattstunden großen Akku. Reicht das, um von Linz nach Steyr und retour zu kommen?

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42,6 Kilometer sind es laut Google Maps von der VOLKSBLATT-Redaktion in die Innenstadt von Steyr. Macht also hin und retour 85,2 Kilometer. Also: schaut der Test dieses Mal so aus, möglichst lokal emissionsfrei (wie das immer so schön heißt) hinzufahren. Das Objekt der Wahl: Der DS 4 E-Tense Rivoli.

Der DS 4 ist sicherlich das auffälligste und extravaganteste kompakte SUV auf dem Markt. Schnittig gezeichnet mit auffälligen Sicken und Kanten und einem stromlinienförmigen Design verkörpert der Fünftürer die perfekte Symbiose von Sportlichkeit, angedeuteten Offroad-Ambitionen und Design.

Typenschein

DS 4 E-Tense Rivoli

Preis: ab € 48.400,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 59.584,- unter anderem inklusive elektrisches Schiebedach € 1140,-, DS Night Vision € 2016,-, Premium HiFi-System Focal Electra € 1080,- und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen „Sydney“ € 660,-; einen DS 4 (PureTech 130 S&S EAT8 Bastille+) gibt es ab € 32.050,- NoVA/Steuer: 0 %/ € 639,36 jährlich Garantie: 2 Jahre, 2 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung, 8 Jahre bis max. 160.000 km für 70 Prozent der Akkukapazität Service: alle 25.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten: Benzinmotor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1598 cm³, 133 kW/180 PS bei 6000 U/min Elektromotor: 81 kW/110 PS Spitzenleistung bei 2500 U/min, 30 kW/41 PS Dauerleistung, max. Drehmoment 320 Nm Systemleistung: 165 kW/225 PS Systemdrehmoment: 360 Nm Getriebe: Achtgangautomatik Antrieb: Frontantrieb Höchstgeschwindigkeit: 233 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 7,7 s Leistungsgewicht: 7,78 kg/PS WLTP-Verbrauch: 1,4 Liter VOLKSBLATT-Testverbrauch: 5,4 Liter CO2-Ausstoß: 32 g/km Euro 6d

Eckdaten: L/B/H: 4400/1866/1470 mm Radstand: 2675 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1750/2200 kg Kofferraum: 390-1190 Liter Anhängelast gebr./ungebr. 1400/750 kg Tank: 40 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 245/40 R20 93V auf 20“-Alus

Sicherheit: Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/TPMS Airbags: 6

Das setzt sich auch im Innenraum fort, der haptisch großartig, verspielt und zugleich raffiniert gestaltet ist. Erkennbar ist das beispielsweise an den elektrischen Fensterhebern, den Knöpfen für die Klimaanlage oder dem edel gestalteten Dashboard.

Freilich: Es finden sich auch Versatzstücke des Stellantis-Konzerns im Innenraum wieder, die auch bei Peugeots und Opels verbaut werden, aber das tut der Freude über den feinen – aber nicht sonderlich geräumigen – Innenraum keinen Abbruch. Dafür sorgt viel eher das Infotainmentsystem, das zwar schnell reagiert, dessen Menülogik aber manchmal nur schwer zu durchschauen ist.

Die Ausstattungslinie Rivoli kann sich jedenfalls sehen lassen: Neben dem feinen Materialmix mit Leder und Chrom gebührt vor allem den fantastisch anschmiegsamen und natürlich beheizbaren Ledersitzen großes Lob.

Das Motoren-Duo des DS 4 umfasst einen 180 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder sowie einen 110 PS starken E-Motor. Zusammen treiben die beiden Aggregate in Kombination mit einer fein abgestuften Achtgangautomatik den 1,4-Tonner souverän voran.

Fahrmodi bietet der DS 4 mehrere: Einen beherzten Sportmodus, einen sanften Hybridmodus und natürlich einen E-Modus. Letzterer gewährt bei zurückhaltender Fahrweise gut 50 Kilometer lokal emissionsfreies Fahren – und damit sind wir schon unterwegs von Linz nach Steyr.

Sacht und langsam geht es dahin, das Surren des E-Aggregats ist kaum wahrnehmbar, die Beschleunigung geht in Ordnung, der Durchzug ebenfalls – aber nicht zu wild, sonst schaltet sich der Verbrenner dazu. Dieser ist jedoch gut gedämmt und im Innenraum kaum hörbar.

Assistenzmäßig spielt der 60.000-Euro-Franzose alle Stückerl: Toter-Winkel-Warner, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung. Der DS 4 hat sie alle und sie alle agieren unaufgeregt und zuverlässig. Rein elektrisch gibt sich der DS 4 als nobler, zurückhaltender Geselle. Bei den Fahreigenschaften gibt sich der Franzose keine Blöße: Sanfte Federung, präzise Lenkung, flotte Achtgangautomatik und solide Bremsen.

Letztendlich reicht auch der knapp zehn Kilowattstunden große Akku für einen Gutteil der Strecke, weil er fleißig rekuperiert (lässt sich natürlich einstellen) und generell recht sparsam fährt.

Ganz ohne Verbrenner geht es halt dann doch nicht, aber dafür muss man auch keine Reichweitenangst habe, schließlich ist der Vierzylinder immer prompt zur Stelle, wenn man ihn braucht. Das bedeutet schlussendlich beim Verbrauch mit Kurz- und Langstreckenfahrten gut fünf Liter.

Fazit

Ein waschechter Franzose: Stilvoll, schön, elegant und eigenwillig – und recht teuer, dafür aber gut ausgestattet.

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