Duale Akademie ein Selbstläufer

Mehr Bewerber als Plätze bei neuem Ausbildungszweig

V. l.: Wilfried Seyruck, Florian Steinhart, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Walter Hemetsberger.
V. l.: Wilfried Seyruck, Florian Steinhart, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Walter Hemetsberger. © WKOÖ

Einen überaus erfolgreichen Start verzeichnete der von der WKOÖ initiierte neue Ausbildungsweg der Dualen Akademie. Die neue verkürzte Lehre, die vor allem für Maturanten und Studienabbrecher gedacht ist, habe voll eingeschlagen, konnte WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer am Montag gemeinsam mit Walter Hemetsberger von der Bildungsdirektion, Florian Steinhart (Banner Batterien) und Wilfried Seyruck (Programmierfabrik) vermelden.

Bereits 108 Trainees haben die neue Ausbildung begonnen, künftig wird das angebot auf 13 unterschiedliche Berufe ausgeweitet. Die Themenfelder reichen von Sales & Market über Tourismus, Bankenwesen bis zu IT&Software. Großer Vorteil gegenüber einer üblichen Lehre: Neben der verkürzten Ausbildung wird man auch nach Kollektivvertrag bezahlt.

Für die Verantwortlichen ist es ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftemangel einzudämmen. Nachdem bei den 15-Jährigen bereits beinahe jeder Zweite eine Lehre beginnt, sei das Potenzial in dieser Zielgruppe ausgeschöpft, war man sich am Podium einig. Daher müsse nun an anderer Stelle gesucht werden, um qualifizierte Arbeitskräfte zu entwickeln. Mit der Dualen Akademie dürfte man hier einen Nerv getroffen haben. Pro ausgeschriebener Stelle habe man fünf Bewerber, berichtete etwa Florian Steinhart, der für diesen Bereich bei der Firma Banner zuständig. Aktuell durchlaufen dort zwei Personen die Ausbildung, weitere sollen folgen.

Das Interesse ist nicht nur bei den Bewerbern groß: Mittlerweile gibt es 326 Ausbildungsbetriebe in Oberösterreich.

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