Düngermarkt macht heimischen Landwirten das Leben schwer

Landwirtschaftskammer OÖ für gezielteren Einsatz – Auch Gülle Option

NAC hat sich seit dem Vorjahr von 220 Euro auf 670 Euro je Tonne mehr als verdreifacht.
NAC hat sich seit dem Vorjahr von 220 Euro auf 670 Euro je Tonne mehr als verdreifacht. © LK OÖ

Diesel, Pflanzenschutzmittel, Futtermittel, Maschinen und Baustoffe – das alles braucht es um die heimische Landwirtschaft am Laufen zu halten.

Nun sind die Preise für die Produktionsmittel in die Höhe geschossen, unter anderem auch die Mineralöldüngerkosten.

Teuerungswelle

Ein Umstand, der die erfreulichen gestiegenen Produktpreise wie etwa die Zuwächse von bis zu 50 Prozent bei Raps, Soja, Mais und Weizen relativiert, wie Helmut Feitzlmayr, Leiter der Abteilung Pflanzenbau in der Landwirtschaftskammer OÖ. betonte.

„Viele Landwirte fragen sich, wie sie ohne die notwendigen Produktionsmittel im kommenden Jahr produzieren sollen“, so der LK-Vizepräsident Karl Grabmayr. Der Preis für den Stickstoffdünger NAC habe sich zum Beispiel verdreifacht, hieß am Donnerstag von der LK OÖ. Auch Phosphor und Kali wiesen dramatische Anstiege auf.

Zudem hätten viele Düngerproduzenten wegen der hohen Gaspreise ihre Produktion stillgelegt. Ein Ausweg sei laut LK der gezieltere Einsatz von Wirtschaftsdünger sowie die Reduzierung von Kali und Phosphor und intensivere Gespräche mit dem Handel.

Auch die „Fruchtfolge nach Möglichkeit“ auf das düngerarme Soja umzustellen „sei attraktiv“, wie der Vize-Präsident betonte. „Nicht auszuschließen bei kräftigen Bewertungssteuerungen“ sei der Austausch von Mastgülle, der ohnehin schon verwendet wird , so Grabmayr.

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