Dumpingpreise: Aktion scharf gegen Barber Shops

Etablierte Friseure wehren sich gegen immer größer werdende Billig-Konkurrenz

Ein Haarschnitt ist in Barber-Shops oft schon um 10 Euro zu haben. Ein Preis bei dem viele Friseure nicht mithalten können.
Ein Haarschnitt ist in Barber-Shops oft schon um 10 Euro zu haben. Ein Preis bei dem viele Friseure nicht mithalten können. © master1305 - stock.adobe.com

Von Verena Schöberl

Barber Shops sind derzeit im Visier der Finanzpolizei. Nach Schwerpunktaktionen gegen Barbershops in der Steiermark und in Kärnten sollen nun auch Kontrollen in Niederösterreich starten. Auch in Oberösterreich sind die Herrenfriseure, die eigentlich Bärte rasieren aber auch Haarschnitte anbieten ein Problem, erklärt Erika Rainer, Landesinnungsmeisterin der Friseure, gegenüber dem VOLKSBLATT.

Haarschnitt um 10 Euro

„Auch in Oberösterreich bemerken wir Zunahmen von Barber-Shops und das nicht nur in den Ballungsräumen. Die Shops bieten teilweise Haarschnitte um 10 Euro an, so kann man nicht kalkulieren“, so Rainer. 70 solcher Friseure zählt die Wirtschaftskammer im Land ob der Enns bereits. Problematisch sei, dass viele Inhaber nur eine eingeschränkte Gewerbeberechtigung hätten und Arbeitskräfte nicht oder nur für zu wenige Stunden anmelden. Ob auch in Oberösterreich eine Schwerpunktaktion gegen die Shops, die geplant ist, will Rainer aus taktischen Gründen nicht verraten. Die Shops stünden aber unter genauer Beobachtung, so die Landesinnungsmeisterin, die in Oberösterreich knapp 1500 Friseure betreut. „Mein Motto ist fairer Wettbewerb. Es muss für alle das gleiche Recht gelten“, sagt Rainer.

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