Dutzende Flüchtlinge aus den Fluten vor Lesbos gerettet

Die griechische Küstenwache hat am Freitag 51 Migranten vor der Insel Lesbos gerettet. Ihr Boot sei wenige Hundert Meter vor der Küste im Norden der Insel gekentert. Die Migranten, darunter zahlreiche Minderjährige, seien aus der Türkei am Freitag in der Früh aufgebrochen, wie der staatliche Regionalsender der Nordägäis berichtete.

Alle seien wohlauf und wegen der Corona-Pandemie in eine zweiwöchige Quarantäne gestellt worden. Zuvor waren 16 Migranten mit einem Boot an einer Küste im Süden der Insel angekommen. Auch sie müssen in Quarantäne.

Im Vergleich zu den vergangenen Monaten kamen bisher im Mai nach offiziellen Angaben sehr wenige Migranten – insgesamt 173 – auf den griechischen Inseln an. Dies gab der Regierung in Athen die Gelegenheit, die Zahl der Menschen in den Lagern der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros etwas zu verringern. Während im März noch etwa 42.000 Menschen in diesen Lagern lebten, befinden sich heute dort knapp 37.000 Migranten. Dennoch sind die Lager mit einer Aufnahmekapazität von rund 7000 Menschen weiterhin stark überfüllt.

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