Edtstadler gegen Fleckerlteppich

Einheitliche Regeln für Grünen Pass nötig, um Reisen zu erleichtern

Damit der Grüne Pass Reisen erleichtern kann, müssen überall dieselben Impf-Regeln gelten.
Damit der Grüne Pass Reisen erleichtern kann, müssen überall dieselben Impf-Regeln gelten. © APA/Fohringer

Vor einem Wildwuchs an unterschiedlichen Regelungen im Zusammenhang mit Covid-Zertifikaten hat am Dienstag Europaministerin Karoline Edtstadler in Brüssel gewarnt. Es dürfe dabei keinen „Fleckerlteppich“ geben, sagte sie vor einem Treffen mit EU-Kollegen.

Der „Grüne Pass“ müsse vielmehr gestärkt werden. Voraussichtlich wird am Mittwoch die EU-Kommission neue Empfehlungen bezüglich des Zertifikats vorlegen.

„Wenn jemand geschützt ist, wenn von jemandem ein geringes Risiko ausgeht, und der auch ein geringes Risiko hat sich anzustecken, dann sollte das der Maßstab sein“, sprach sich Edtstadler für, „möglichst einheitliche Regelungen“ aus.

Der deutsche Europa-Staatsminister Michael Roth forderte eine Anpassung des Covid-Zertifikats im Hinblick auf die dritten Booster-Impfungen. Auch gelte es zu klären, wie lange die Impfungen gültig sein sollen.

Auch der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn plädierte für eine einheitliche Regelung, „wann die Impfungen ablaufen oder wann die Booster-Impfung kommen muss“.

Eingriff durch Impfpflicht geringer als Lockdown

Edtstadler verteidigte die Corona-Impfpflicht, die Österreich als erster EU-Staat mit Februar einführen will. „Wir wollten niemals eine Pflicht hier verordnen, wir sehen aber schlicht und ergreifend die Notwendigkeit“, sagte die Ministerin angesprochen auf Kritik seitens EU-Abgeordneten, die den Schritt als vorschnell einordneten.

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Dabei verwies sie auf die Verhältnismäßigkeit: „Der Eingriff in ein Grundrecht durch die Impfpflicht ist geringer als ein genereller Lockdown“.

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