Edtstadler will eine „laute Stimme“ sein

Edtstadler ist seit gestern ÖVP-Delegationsleiterin.
Edtstadler ist seit gestern ÖVP-Delegationsleiterin. © APA/Fohringer

Die neue Leiterin der ÖVP-Delegation im Europaparlament will eine „laute Stimme“ in Brüssel für die Anliegen von Österreich sein und mit einem „stark verjüngten“ und „stark verstärkten Team“ in die neue Legislaturperiode starten.

Von ihrem Vorgänger Othmar Karas (61), der dieses Amt 13 Jahre lang innehatte, unterscheide sie „schon mal Alter und Geschlecht“, sagte Edtstadler (38) im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA). Insofern gehe sie Dinge anders an, sie komme zudem aus einem Bereich, „wo ich gewohnt bin, Linien auch vorzugeben“, so die frühere Innenstaatssekretärin. Sie hat gestern in Straßburg formell die Delegationsleitung von Othmar Karas übernommen, der sich ganz auf seine überparteiliche Funktion als stellvertretender Parlamentspräsident konzentrieren möchte.

Sie werde „die Korrespondenz in Richtung Wien ganz intensiv pflegen“ und „Dinge für Österreich positiv voranbringen“. Die ÖVP sei „eine der ganz wenigen Delegationen“ in der Europäischen Volkspartei, die bei den Europawahlen dazugewonnen haben, es waren mehr als acht Prozent und zwei Mandate.

Bei der Zusammenarbeit „für verschiedene Themen“ schließe sie niemanden aus, sagte Edtstadler. Sie verwies aber auf ihre früheren Aussagen, wonach die ÖVP bei „Themen auf europäischer Ebene“ mehr von der FPÖ trenne als verbinde. Die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete Edtstadler als „extrem kompetente Frau“.

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