Ein alpines Wochenende ziemlich zum Vergessen

Ein sechster Platz von Siebenhofer, ein achter und ein neunter bei den Herren als Ausbeute

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SKI-FRA-ALPINE-WORLD-WOMEN-SUPER G © AFP/Pachoud (2), AFP/Solaro (2)

Das ÖSV-Damenteam steht unter Schock, muss es doch gleich mit Saisonbeginn eine seiner stärksten Speedfahrerinnen für den Winter vorgeben: Nicole Schmidhofer zog sich am Freitag bei ihrem Sturz in der Weltcup-Abfahrt in Val d’Isere einen Riss des Kreuzbandes und des Seitenbandes im linken Knie zu, wie eine MRT-Untersuchung in der Klinik Hochrum bei Innsbruck bestätigte.

Die 31-Jährige wird in ein paar Tagen operiert und fällt damit für die komplette Saison aus. Im Schatten der Verletzung gab es für die ÖSV-Damen am Wochenende dann nicht viel zu holen: Für den einzigen Top-10-Platz sorgte am Samstag in der Abfahrt (Siegerin Sofia Goggia) Ramona Siebenhofer mit Rang sechs. Am Sonntag im Super-G (Siegerin Ester Ledecka) war Tamara Tippler als 14. beste ÖSV-Dame — das schlechteste Ergebnis seit 1997, als Alexandra Meissnitzer in Vail nur 16. geworden war: „Es war nicht so einfach, sich nach dem Sturz von Nici zu überwinden.

Es ist immer ein komisches Gefühl, wenn eine Teamkollegin stürzt“, sagte Siebenhofer am Samstag. Bei Tippler kam auch noch eine durch eine Corona-Erkrankung beeinträchtigte Vorbereitung (mit fünf Wochen ohne Training) dazu, sie fühlte sich am Sonntag nach zwei Trainings und drei Rennen in fünf Tagen ziemlich leer.

Teilerfolg: Bestes Riesentorlauf-Resultat

Das Österreichs Herren-Team im Riesentorlauf von Alta Badia (Sieger Alexis Pinturault) keine Bäume ausreißen würde, kam nicht überraschend — handelt es sich doch bekanntermaßen um die rot-weiß-rote Problem-Disziplin. Letztlich schaffte Stefan Brennsteiner mit Rang neun aber immerhin das mit Abstand beste RTL-Saisonergebnis. Roland Leitinger kam nach Platz acht zur Halbzeit jedoch nur auf Rang 22, unmittelbar hinter Marco Schwarz.

Etwas erstaunlicher hingegen, dass sich die heimischen Speed-Herren am Samstag in Gröden in der Abfahrt (Sieger Aleksander Aamodt Kilde) so schwer getan haben. „Ich wollte Druck geben, bevor der Ski überhaupt auf dem Boden war“, ärgerte sich Max Franz nach Rang neun. Auch Matthias Mayer war als Zehnter nicht zufrieden: „Ich habe von Anfang an gewusst, dass das hier nicht unbedingt mein Pflaster ist. Ich muss hier immer über meine Grenzen gehen um schnell zu sein.“ Der Wurm drinnen ist offenbar bei Vincent Kriechmayr (13.): „Bei den Kurven bin ich dabei.“ Nach dem Materialwechsel hat der Oberösterreicher offenbar auf der Geraden noch so seine Schwierigkeiten.

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Für die Herren geht es schon heute (10 und 13.30 Uhr/live ORF 1) mit einem Slalom in Alta Badia weiter. Für die Damen ist hingegen schon Weihnachtspause, die nächsten Rennen sind jene am Semmering (28. und 29. Dezember).

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