Ein Bekenntnis zum Miteinander

Mittwochabend „matchten“ sich die Landeschefs Mikl-Leitner und Stelzer

Eine Premiere gab es Mittwochabend im Raiffeisenforum in Linz: Nach zahlreichen Ministern im Dialog konnte man nun live Landeshauptleute im Gespräch erleben. Die Gastgeber GD Heinrich Schaller (l.) und RLB OÖ-Aufsichtsratspräsident Jakob Auer (r.) luden dazu Johanna Mikl-Leitner (NÖ) und Thomas Stelzer (OÖ) ein.
Eine Premiere gab es Mittwochabend im Raiffeisenforum in Linz: Nach zahlreichen Ministern im Dialog konnte man nun live Landeshauptleute im Gespräch erleben. Die Gastgeber GD Heinrich Schaller (l.) und RLB OÖ-Aufsichtsratspräsident Jakob Auer (r.) luden dazu Johanna Mikl-Leitner (NÖ) und Thomas Stelzer (OÖ) ein. © RLB OÖ

Man sei perfekt aufeinander abgestimmt — so LH Johanna Mikl-Leitner — und es funktioniert unkompliziert, erklärte LH Thomas Stelzer: Ein Fazit der „Landeshauptleute im Gespräch“ war, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Ober- und Niederösterreich gibt. Bisher hatte RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller in seinem Raiffeisenforum ja meist einen Minister oder Regierungschef im Dialog, am Mittwochabend gab es erstmals eine Doppelconference zweier Landeshauptleute.

Dabei wurden neben lokalen Themen — die gemeinsame Donaubrücke bei Mauthausen sei auf Schiene — auch globale Themen erörtert. „Dass bei der Digitalisierung praktisch alle wichtigen Entwicklungen in den USA stattfinden, ist für Europa kein Ruhmesblatt“, so LH Stelzer. Und Stelzer erklärte auch das neue Verständnis der Politik, wo es nicht mehr darum gehe, etwas gegen den anderen durchzusetzen, sondern die Frage was ist gescheit, wer macht es am besten. Es gebe ein neues Miteinander, so Mikl-Leitner.

Auch die Organisation der Pflege vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft steht bei beiden Landeshauptleuten auf der Prioritätenliste. „Der größte Wunsch der älteren Generation ist, zuhause alt werden zu können. Und eines ist klar: Ohne familiäre Unterstützung wird es nicht gehen“, so Mikl-Leitner. Und Stelzer ergänzte: „Wenn das Pflegesystem auf Dauer funktionieren soll, brauchen wir eine verlässliche Finanzierungsquelle.

Hier sollten wir zu einem Modell der Beitragsfinanzierung kommen.“ Außerdem sei gerade beim Thema Pflege die Zusammenarbeit der Gemeinden, Länder und dem Bund besonders wichtig.

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