Ein Benziner mit Elektromotoren

Der Honda Jazz ist künftig hybrid unterwegs – das heißt, der bekannte 4-Zylinder-Benziner bekommt Unterstützung von zwei zusätzlichen Elektromotoren. Dadurch wird nicht nur der Verbrauch gesenkt, auch die Umwelt profitiert davon. Ob für die Stadt oder bei längeren Überlandfahrten, der großräumige Microvan namens Jazz begeistert mit Allroundeigenschaften.

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Das Antriebskonzept des Honda Jazz wurde völlig neu konzipiert, wobei sich der japanische Motorenhersteller mit der intelligenten Power Control Unit (PCU) an den Erfahrungen aus der Formel 1 orientierte.

So kommen beim e:HEV-Hybridsystem gleich zwei Elektromotoren in Kombination mit dem bekannten 1,5-Liter-Benziner zum Einsatz, wobei alle drei Antriebsmöglichkeiten – Elektro, Hybrid oder Benzinmotor – für die Insassen unbemerkt eingesetzt werden.

Typenschein

Honda Jazz e:HEV 1,5 i-MMD

Preis: ab € 26.990,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 27.880,-; einen Jazz gibt es ab € 21.990,-
NoVA/Steuer: 0 % / € 103,68 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 10 Jahre gegen Durchrostung

Technische Daten:
Motor: Vierzylinder-16V-Motor, 1498 cm³, 72 kW/98 PS bei 5500 U/min, max. Drehmoment 131 Nm bei 4500 U/min; zusätzlich 80-kW-E-Motor
Getriebe: e-CVT
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 173 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,9 s
WLTP-Verbrauch: 4,8 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 5,1 Liter
CO2-Ausstoß: 110 g/km
Euro 6d

Eckdaten:
L/B/H: 4090/1725/1556 mm
Radstand: 2520 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1255/1710 kg
Kofferraum: 298–1199 Liter
Tank: 40 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 185/60 R16 auf 16-Zoll-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/ESP/EBV/ASR/BA/ACC/LKA/VSA
Airbags: 10

Das alles funktioniert übrigens ohne Kabel, weil der Benzinmotor eine Lithium-Ionen-Batterie speist, die wiederum die E-Motoren mit Strom versorgt.

Das für Elektrofahrzeuge typische Ein-Gang-Getriebe fällt nicht negativ auf und unterstützt bei Bedarf mit der Einstellung „B“ den Fahrer mittels Motorbremse beim Bergabfahren. In der Stadt ist der Jazz möglichst oft elektrisch unterwegs, während über Land der Benzinmotor für die nötige Ausdauer bei höheren Geschwindigkeiten sorgt.

Unter der Bezeichnung Crosstar wächst der Honda Jazz zum geräumigen SUV mit großzügigem Raumangebot. Selbst für die Fondpassagiere bleibt genügend Kniefreiheit und dahinter sogar noch Platz fürs Gepäck. Bei Bedarf lassen sich die Rücksitze geteilt umlegen und ergeben so eine ebene Ladefläche. Der Sitzkomfort ist sehr angenehm und auch die Verarbeitung im Innenraum überzeugt.

Erstmals zehn Airbags für aktive Sicherheit

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In punkto Sicherheit überrascht der Jazz mit insgesamt zehn Airbags – inklusive eines zentralen Frontairbags, der in dieser Klasse erstmalig eingebaut wurde und bei einer Frontal- oder Seitenkollision zusätzlichen Schutz bieten soll. Zusätzliche Sicherheitsmerkmale sind ein Kollisionswarnsystem mit aktivem Bremseingriff und Fußgängererkennung, überwacht von einer neu entwickelten hochauflösenden Weitwinkel-Frontkamera.
Spurhaltewarner, Toter-Winkel-Assistent sowie Einparkhilfe vorne/hinten plus adaptiver Tempomat und Verkehrszeichenerkennung erleichtern die Arbeit für den Fahrer. Zusätzlich kann man noch einstellen, welche Informationen auf dem 7-Zoll-Touchscreen der Instrumententafel angezeigt werden.

Fazit: Mit dem Jazz schickt Honda ein Fahrzeug auf die Straße, das keinen Vergleich scheuen muss: Moderne Elektro-Antriebstechnik ohne Reichweitenprobleme, ein komfortables Raumangebot trotz geringer Außenabmessungen sowie ein Preis-/Leistungsverhältnis, das dank null Prozent NoVA den Einstieg in die Hybridklasse erleichtert. Der Jazz empfiehlt sich damit als Allrounder für den Alltag und auch die 4,8 Liter WLTP-Verbrauch lassen sich bei moderater Fahrweise und mit viel Elektroeinsatz durchaus erreichen.

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