Ein Christbaum “ohne Geburtsurkunde”

Vorweihnachtliche Christbaum-Diskussion © lumikk555 - stock.adobe.com

„Selbstverständlich sind wir nicht in irgendeinen Wald gefahren und haben einfach einen Baum gefällt.“ So kommentierte der Freistädter Amtsleiter Florian Riegler Berichte, wonach der Christbaum für den Linzer Hauptplatz, den heuer Freistadt stellt, eigentlich aus der Nachbargemeinde Waldburg kommt. „Das war natürlich auf politischer Ebene zwischen unserer Bürgermeisterin und ihrem Waldburger Kollegen besprochen.“

Weiters sagt Riegler mit einem Augenzwinkern: „Wir haben freilich keine Geburtsurkunde des Baums angefordert. Immerhin ist der Baum im Grenzgebiet unserer beiden Gemeinden gestanden.“ Der erste für Linz ausgewählte Baum stand übrigens in Freistadt.

Er wurde aber bei Bauarbeiten an einem benachbarten Gebäude beschädigt. Ein Ersatzbaum erwies sich als einige Meter zu kurz. Und so kam dann jener weitere Ersatzbaum zum Zug.

“Jetzt haben wir noch mehr Werbung für unser Jubiläumsjahr Freistadt 2020”

„Freistadt hat den Baum organisiert, unser Bauhof hat ihn in Absprache mit dem Straßenmeister gefällt und wir haben den Transport organisiert“, stellt Riegler klar – für den die Diskussion auch ihr Gutes hat: „Jetzt haben wir noch mehr Werbung für unser Jubiläumsjahr Freistadt 2020!“

Dass es zwischen Freistadt und Waldburg bestes Einvernehmen gibt, zeigt auch Folgendes: Bei der „Einweihung“ des Baumes werden neben der Freistädter Bgm. Elisabeth Paruta-Teufer auch Vertreter der Nachbargemeinde dabei sein.

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