Ein Gang durchs oberösterreichische Meer

Hat mit den Neuentdeckungen viel vor: Landeskultur-GmbH-Chef Alfred Weidinger
Hat mit den Neuentdeckungen viel vor: Landeskultur-GmbH-Chef Alfred Weidinger © APA/Landesmuseum.at/R. Schacht

Der vielen Besuchern wohlbekannte Haifisch im Linzer Schlossmuseum soll Gesellschaft von Artgenossen bekommen. Und zwar in digitaler Form und von jenen Raubfischen, deren Überreste gerade entdeckt wurden.

Alfred Weidinger, Leiter der OÖ Landes-Kultur GmbH, zeigte sich im VOLSKBLATT-Gespräch begeistert von den Funden, die die geplante digitale Unterwasserwelt im Schloss bereichern könnten: „Diese Funde machen mich sehr froh.


In Oberösterreich gab es zu Zeiten des Urmeeres offensichtlich eine besondere Dichte an Haiarten. Die bei uns im Schloss zu bestaunende Artenvielfalt wird sich deutlich erhöhen.“ Im Zuge einer geplanten Neugestaltung des Museums solle ein großzügiges Foyer als Eintrittsbereich entstehen, so der Museen-Chef: „Dieser Oberösterreich-Raum, der bis 2022 realisiert sein soll, beginnt mit einem Meer.“

Dort könnten sich nicht nur Visualisierungen oder sogar Hologramme der neu entdeckten Haiarten tummeln, sondern auch jener Millionen Jahre alte Pliosaurier soll vertreten sein, von dem ebenfalls erst in jüngerer Zeit ein Zahn in Ebensee gefunden worden ist. Es gebe zwar bereits Virtual-Reality-Arbeiten zu Urhaien, die seien aber schon ein paar Jahre alt und technisch nicht auf der Höhe der Zeit, so Weidinger.

„Die Besucher stehen dann in einem digitalen virtuellen Unterwasserraum und begegnen dem acht Meter langen Pliosaurier, den wir in Originalgröße auf einem Monitor schwimmen lassen wollen.“ Ähnliches sei auch für die neu entdeckten Urhaie vorstellbar, sofern man sie anhand der Zähne rekonstruiert konnte. Die Neugestaltung der gesamten Sammlung des Linzer Schlossmuseums soll übrigens laut Weidinger in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein. Melanie Wagenhofer

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