Ein letztes opulentes Gefecht

Herbeigesehntes Superhelden-Finale „Avengers: Endgame“ liefert großes Kino-Spektakel

Thor (Chris Hemsworth)
Thor (Chris Hemsworth) © Marvel Studios 2019

Von Wolfgang Hauptmann

„Avengers: Endgame“ ist das Champions-League-Finale der Marvel-Superhelden. In der Fortsetzung des düsteren „Infinity War“ versuchen Iron Man, Captain America, Hulk und Co. die Auslöschung der halben Weltbevölkerung durch den größenwahnsinnigen Superschurken Thanos rückgängig zu machen. Fans der Reihe dürfen sich aber nicht nur auf eine gewaltige Schlacht in 3D freuen.

Drei Stunden voller Action, Drama und Humor

Das dreistündige Spektakel bietet alle Zutaten des vor elf Jahren gestarteten Franchise: Action, Melodramatik und Humor. Im Mittelpunkt der Handlung stehen natürlich die Avengers, aber auch vielen Nebenfiguren der Serie haben die Drehbuchschreiber Christopher Markus und Stephen McFeely einen (letzten?) Auftritt auf der Marvel- Bühne ermöglicht. Charakterschauspieler wie Robert Downey jr., Scarlett Johansson und Mark Ruffalo lassen die von ihnen verkörperten Comicfiguren mit dem nötigen Ernst, einem Schuss Selbstironie und viel Liebe für ihre Charaktere glaubwürdig erscheinen, unterstützt von der Trickabteilung, deren Arbeit nur als state of the art bezeichnet werden kann. Die Regisseure Anthony und Joe Russo verstanden es, den Ton von „Infinity War“ wieder aufzunehmen, dann viel Pathos (der am Anfang vielleicht etwas zu dick aufgetragen ist) in eine amüsante Zeitreise überzuleiten und in einem opulenten, den Orc-Schlachten aus „Herr der Ringe“ ebenbürtigen, entscheidenden Kampf enden zu lassen. Man muss im Marvel-Universum nicht zu 100 Prozent zu Hause sein, um „Endgame“ zu genießen, aber zahlreiche Gags und Anspielungen machen den Film für Kenner zum besonderen Fest.

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