„Ein Platz unter den zehn besten Bobs wäre super!“

VOLKSBLATT-Serie: Oö. Athleten bei Olympia — Anschieber Markus Glück feiert bei seinem Olympiadebüt in Pyeongchang auch Geburtstag

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Von Andy Hörhager

184 Zentimeter, 105 Kilo „Kampfgewicht“, die beeindruckenden Oberarme lassen einiges an „Schmalz“ erkennen. Umgänglich und gemütlich sitzt der gebürtige Vöcklabrucker Markus Glück bei der Verabschiedung der heimischen Olympiastarter im Linzer Landhaus vor mir.

Happy Birthday!

Glück, der am Donnerstag in Südkorea seinen 28. Geburtstag feiert, ist aktuell einer der erfolgreichsten Kraftsportler Österreichs, hält einige Rekorde im vertikalen Umgang mit Gewichten und spielt auch bei den Starts des Viererbobs von Pilot Markus Treichl als Anschieber eine gewichtige Rolle.

„Ich hatte ja vom Bobfahren vor fünf Jahren noch keine Ahnung. Heute weiß ich, dass da viele Faktoren und das Zusammenspiel der Beteiligten eine große Rolle spielen. Wir sollten nämlich schnell einsteigen, und dann sollten auch noch möglichst alle mitfahren. Sonst wirst du nämlich disqualifiziert, wenn du nur zu dritt ins Ziel kommst“, lacht der Sportstudent und Heeresangehörige, der das Lehramt anstrebt.

Seit 2015 trainiert Glück seine Rolle als Anschieber im Viererbob „Österreich II“, bei einem Wettkampf als Kraftddreikämpfer in Tirol war Glück dafür entdeckt worden.

Einen Sieg im Europacup, einen vierten Platz bei der Junioren-WM, die Teilnahme an der Heim-WM in Innsbruck sowie etliche starke Auftritte im Weltcup haben das Viererteam Glück, Treichl, Marco Rangl und Ekemini Bassey schon im sportlichen Lebenslauf stehen.

Top 10 angepeilt

„Das Projekt unseres Bobs ist auf die Zukunft ausgerichtet, wir sollen noch länger gemeinsam fahren“, berichtete Glück. „Jetzt wollen wir Erfahrungen sammeln, ein Platz unter den besten zehn Bobs wäre in Südkorea natürlich super.“

Sein olympisches Debüt will der „Kraftlackl“ jedenfalls genießen, die fällige Geburtstagsparty wird aber gedämpft ausfallen.

 

Foto: APA/ÖBSV