„Eine ganz besondere Marke für das Kulturland OÖ“

Elina Garanca, David Garrett und Gregory Porter kommen nach Linz zum Klassik am Dom-Jubiläum: Der zehnte Geburtstag im Juli 2020 wird zudem mit „Jedermann“ und der Musik von „Star Wars“ gefeiert

Die Verpflichtung des Stargeigers David Garrett kann sicherlich als musikalisches Highlight verbucht werden.
Die Verpflichtung des Stargeigers David Garrett kann sicherlich als musikalisches Highlight verbucht werden. © APA/Georg Hochmuth

Klassik am Dom feiert im Juli kommenden Jahres sein mittlerweile zehnjähriges Jubiläum. Die einzigartige Location vor dem Linzer Mariendom, der größten Kirche Österreichs, trifft dabei auf ein Line-up, das sich wirklich sehen lassen kann. Für die Jubiläumsausgabe gewonnen werden konnte dabei – nach zwei Jahren intensiver Bemühungen – Stargeiger David Garrett. Er kommt am 25. Juli im Zuge seiner Tour „Unlimited Live“ nach Linz und wird gemeinsam mit seiner Band sicherlich ein musikalisches Highlight zum Abschluss der Sommersaison 2020 liefern.

Während Garrett also das pompöse Festivalfinale bildet, ist der Auftakt des Veranstaltungsreigens nicht minder spektakulär: Mezzosopranistin Elina Garanca wird mit Freunden und dem Symphonieorchester der Volksoper Wien am 2. Juli das sommerliche Stelldichein der Stars in Linz eröffnen. Mit Garanca wurde 2011 auch der künstlerische Grundstein für die beliebte Linzer Konzertreihe gelegt. Der Kreis schließt sich im nächsten Jahr sozusagen. „Es ist eine große Ehre, für so ein Jubiläum eingeladen zu werden. Mein erstes Konzert hier ist mir in unvergesslicher Erinnerung. Ich freue mich auf einen schönen Abend!“, so Garanca bei der Jubiläumspressekonferenz in Linz.

An ihrem Programm, das auch „überraschen“ soll, feilt die Mezzosopranistin aktuell noch, etwas lässt sie jedoch schon durchsickern: Dramatischer Verdi, ein bisschen Romantik und „Tosca“ werden wahrscheinlich Teil der Show sein. Landeshauptmann Thomas Stelzer streute neben Garanca auch dem Festival selbst Rosen: „Klassik am Dom ist mittlerweile zu einer ganz besonderen Marke für das Kulturland Oberösterreich geworden und ist fest in unserem Kultursommer verankert.“

Ein Hauch von Filmzauber weht durch Linz

„Star Wars“, „Harry Potter“, „Schindlers Liste“, „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“. Die Liste seiner bekanntesten Filmkompositionen ist lang. Mit der Veranstaltung „The Very Best of John Williams“ gibt es am 4. Juli – mit den K & K Philharmonikern und Hans Sigl als Moderator – eine faszinierende Reise in die Welt des erfolgreichsten Filmkomponisten aller Zeiten. Tags darauf feiert das neu entworfene Programm „Klassik am Dom for Kids“ sein Debüt. Mit dem „Karneval der Tiere“ vom französischen Komponisten Camille Saint-Saens gibt es speziell für die jungen Musikfans viel zu erleben und zu entdecken. Als Erzähler fungiert der oö. Kabarettist Günther Lainer, der mit mundartgerechten Texten das Publikum auf diese besondere Klangsafari mitnimmt, für die das Kammerorchester der Anton Bruckner Privatuniversität Linz verantwortlich zeichnet.

Erst kürzlich für das Festival bestätigt wurde darüber hinaus Jazz-Weltstar Gregory Porter, der am 10. Juli die Stahlstadt mit seiner Präsenz in seinen Bann ziehen wird. Dieser ist binnen kürzester Zeit zu einer unverzichtbaren Größe des zeitgenössischen Jazz geworden. Seine Liveshows werden vom Publikum sowie der Kritik gleichermaßen frenetisch gefeiert. Porter verfügt über eine der fesselndsten und souligsten Baritonstimmen der Gegenwart. Und auch einem weiteren Jubiläum, das im kommenden Jahr begangen wird, huldigt man in der Zehn-Jahres-Ausgabe: Vor 100 Jahren wurde nämlich der „Jedermann“ zum ersten Mal in Salzburg aufgeführt. Philipp Hochmair wird zu diesem Anlass am 11. Juli gemeinsam mit Dirigentin Elisabeth Fuchs, der Philharmonie Salzburg und seiner Band Die Elektrohand Gottes eine ganz spezielle Orchesterversion von „Jedermann Reloaded Symphonic“ dem Publikum präsentieren.

Seit 2011 kamen knapp 60.000 Besucher

In den vergangenen zehn Jahren hat das Open-Air-Festival mit klassischem Schwerpunkt seine künstlerische Bandbreite erweitert und das Repertoire auch für Jazz, Chanson und Crossover geöffnet. Mit Erfolg: Seit der Premiere im Jahr 2011 kamen knapp 60.000 Besucher zu den Konzerten nach Linz.

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