Eine gar nicht so forsche Forderung der oberösterreichischen Industrie

Sparte Industrie drängt auf eine Milliarde Euro Forschungsförderung

Mehr Geld für Forschungsförderung für die heimische Industrie, sichert langfristig Arbeitsplätze, sagt Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ..

Massiven Handlungsbedarf ortet Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), in Sachen Forschungsförderung. „Damit der Industrie- und Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig gestärkt wird, braucht es eine Milliarde Euro an zusätzlicher Förderung für die angewandte Forschung in den kommenden fünf Jahren“, so der Spartenobmann bei einem Pressegespräch in Linz. Diese Forderung sei weder forsch noch überzogen: Im Gegenteil, solche Förderungen sichern aus Rübigs Sicht den Standort ab, schaffen zusätzliche Arbeitsplätze und ermöglichen es der Alpenrepublik im internationalen Wettbewerb reüssieren zu können. Zudem sei das Steueraufkommen in den vergangenen Jahren „massiv gestiegen, auch vonseiten der Unternehmen“. „Es ist also nur redlich, wenn die Bundesregierung in Zukunftsthemen investiert“, so Rübig.

Aus oberösterreichischer Sicht ergeben Forschungsinitiativen in den Bereichen intelligente Materialien und Oberflächenforschung Sinn. „Das ist ein klassisches oberösterreichisches Stärkefeld“, so Rübig. Aber auch seitens der WKOÖ wolle man die Betriebe – die für drei Viertel der Forschungsausgaben in Oberösterreich stehen – unterstützen. Basis ist eine neue Strategie der Sparte Industrie mit den drei Eckpunkten Lernen, Forschen und Vernetzen. So soll die Kooperation mit der renommierten Technikuniversität ETH Zürich weiter ausgebaut sowie der Ausbau der JKU forciert werden.ok