Eine „Krone“ für tapfere Michelle

ST. MARIEN — Nach endlos langem Warten wurde die Therapie von Michelle Pfeferle (17) aus St. Marien (Bezirk Linz-Land), die an einer extrem stark verkrümmten Wirbelsäule leidet, nun in Zürich in der Schweiz gestartet.

Zunächst wurde ihr in einer kurzen Narkose „eine Krone“ – wie die Patientin die am Kopf festgeschraubte Halterung selbst bezeichnet – „aufgesetzt“. „Mein Kopf wiegt gefühlt eine Tonne“, schilderte sie unmittelbar danach und berichtete von Kopfschmerzen. Einige Tage später wurde mit dem Zug – zunächst mit drei Kilo – gestartet, um die Wirbelsäule langsam zu strecken. Jeden zweiten Tag kommt jetzt ein weiteres Kilo dazu, mittlerweile sind es sieben Kilo und der Druck hat schon etwas nachgelassen.

„Michelle erträgt die Therapie ganz tapfer“, sagt ihre Mutter Sabrina Pfeferle dem VOLKSBLATT. Mindestens elf Kilo sollten auf den Zug angehängt werden. Michelle wird ihre „Krone“ etwa sechs bis acht Wochen tragen müssen, danach steht aus derzeitiger Sicht eine Operation am Plan. Um sich die Zeit ein wenig angenehmer zu gestalten, hat sich die Jugendliche ihr Krankenzimmer etwas wohnlich eingerichtet. „Ich bin erleichtert und froh, das mein Weg in ein gesünderes Leben begonnen hat“, sagt Michelle.

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