Eine Serie von Forstunfällen hielt die Rettungskräfte auf Trab

Eingeklemmter 48-Jähriger schnitt Baum selbst durch, um sich zu befreien — 70-Jähriger brach sich das Sprunggelenk

BRAUNAU — In Oberösterreich wurden am Wochenende vier Männer, davon allein am Samstag drei, bei Forstarbeiten schwer verletzt. Ein 48-Jähriger hatte in Gilgenberg (Bezirk Braunau) im Wald seines Bruders am Vormittag eine Esche umgeschnitten. Laut Polizei verabsäumte er es, beim Fallen des Baumes rasch den Gefahrenbereich zu verlassen. Er wurde von der Esche getroffen und mit dem rechten Bein eingeklemmt. Der Innviertler schnitt selbst den Stamm durch, um sich zu befreien. Sein anwesender Bruder leistete Erste Hilfe und verständigte die Rettung. Der Mann wurde mit schweren Beinverletzungen ins Krankenhaus Braunau gebracht.

In Moosbach (Bezirk Braunau) verletzte sich kurz davor ein 61-Jähriger beim Umschneiden einer Fichte. Als der Mann zwei Äste am schon liegenden Baum abschneiden wollte, kippte der Stamm auf ihn und klemmte seine Füße ein. Verwandte befreiten den 61-Jährigen. Nach der Erstversorgung wurde er im Krankenhaus Braunau behandelt.

Im Bezirk Eferding hatte sich am Samstag bei Holzarbeiten ein Eschenstamm in einem steilen Waldstück verkeilt. Drei Männer versuchten, den drei Meter langen Stamm über einen Baumstock zu heben. Dabei geriet der Stamm ins Rutschen und klemmte den rechten Fuß eines 79-jährigen Pensionisten ein. Er zog sich einen offenen Bruch im Sprunggelenk zu. Seine beiden Kollegen brachten den Verletzten mit ihrem Pick-up zu einem nahegelegenen Bauern, wo er vom Notarzt versorgt und anschließend ins Spital gebracht wurde.

Bereits am Freitagnachmittag traf eine Esche in Gunskirchen beim Umfallen einen 33-Jährigen aus dem Bezirk Wels-Land am Unterschenkel und klemmte ihn ein. Der Verletzte wurde von seinem Schwiegervater aus seiner misslichen Lage befreit.

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