Eine virtuelle Welt der Vergänglichkeit

„Marianne.von.Willemer-Preis für digitale Medien“ geht an Rebecca Merlic

Der biennal vergebene und mit 3600 Euro dotierte „Marianne.von.Willemer-Preis für digitale Medien“ des Frauenbüros der Stadt Linz geht heuer an Rebecca Merlic, wie am Donnerstag im Ars Electronica Center in einem Pressegespräch bekannt gegeben wurde.

Arbeit „TheCityAsAHouse“ hinterfragt urbanes Leben

Ausgezeichnet wird die Wiener Künstlerin für ihr spekulatives Werk „TheCityAsAHouse“, das u.a. nach neuen Formen des urbanen (Zusammen-) Lebens fragt. „Rebecca Merlic sucht nach neuen Wegen und Strategien, sich in urbanen Räumen zuhause zu fühlen, ohne sich dafür an die eigenen ,vier Wände’ binden zu müssen“, so Frauenstadträtin Eva Schobesberger – sie sieht einen „spannenden künstlerischen Beitrag zur Reflexion darüber, wie wir den Stadtraum künftig auf eine andere Weise nutzen könnten und wie diese Nutzung zum Mehrwert für alle werden kann.“

Ergebnis der Arbeit ist eine begehbare virtuelle Welt, die aus einer Unzahl an Bildern, Sounds, Videos und 3D-Scans besteht, welche die Künstlerin im Laufes eines zweimonatigen nomadischen Aufenthalts in Tokio gesammelt hat. Mittels eines Game Controllers kann man diese einmalige Welt erkunden, sich eigene Pfade suchen, entlang derer sich durch die Verknüpfung von Orten und Erfahrungen stets neue, improvisierte Erzählungen spinnen.

Die Künstlerin thematisiert dabei u.a. die Vergänglichkeit dieser ganz persönlichen Empfindung. Rebecca Merlic lebt und arbeitet in Wien und Tokio. Sie studierte Architektur an der TU Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien sowie der University of the Arts Tokyo. Am Ars Electronica Festival 2020 war sie mit einer Einzelausstellung im „Ars Electronica Garden“ der VENT Gallery beteiligt.

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