Eingefleischte Klimaschützer

Das VOLKSBLATT befragte Passanten in Linz, wie sie zu einer Fleischsteuer stehen

Im Zuge der Klimadebatte wird auch der Fleischkonsum diskutiert.
Im Zuge der Klimadebatte wird auch der Fleischkonsum diskutiert. © dpa/Schmidt

Von Philipp Bammer und Florentin Freund

LINZ — Nachdem der Weltklimarat in einer Studie (das VOLKSBLATT berichtete) den Fleischkonsum als mitverantwortlich für die hohen CO2-Emissionen ausgemacht hat, ist eine Debatte zum Thema Fleischsteuer entbrannt. „Fleisch muss zu einem Luxusprodukt werden“, befürwortet David Richter vom Verein gegen Tierfabriken höhere Preise. Damit solle man artgerechte Tierhaltung fördern.

Die Landwirtschaftskammer widerspricht. „Selbst wenn die Österreicher Null Fleisch, Milch oder Eier mehr essen und sich nur mehr vegan ernähren würden, könnte man die Treibhausgasemissionen nur um sechs Prozent senken“, so Adolf Marksteiner von der Abteilung Marktpolitik. Auch die Vertreter der politischen Parteien lehnen eine Fleischsteuer ab.

Die vom VOLKSBLATT in der Linzer Innenstadt befragten Passanten sind geteilter Meinung. Sie sind durchaus bereit, dem Klima zuliebe höher besteuertes Fleisch zu kaufen. Zudem wollen sie verstärkt Öffis nutzen und Plastiksackerl vermeiden.

Fleisch für Wohlhabende

Die Idee einer Fleischsteuer birgt laut Experten jedenfalls einige Gefahren. Ärmere Menschen drohen vom Konsum ausgeschlossen zu werden, weil sie sich dieses Lebensmittel dann nicht mehr leisten können. Dies würde dazu führen, dass vermehrt auf importiertes Billigfleisch zurückgegriffen wird, wodurch mehr CO2 entstehen würde.

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